Zeichner: Nikolai Lutohin




Zeichner: Karel Thole






Die Freunde



Die Goldene aus der Geisterstadt Ansu Tanaar
Auch die »Goldene von Lemuria« genannt, wegen ihrer durch und durch goldfarbenen Erscheinung. Sie herrschte einst über die weiße Stadt auf dem versunkenen Kontinent Lemuria und war eine erklärte Todfeindin der schattenhaften Meeghs, die für die Vernichtung ihres Volkes verantwortlich waren. Ausgestattet mit unglaublichen magischen Fähigkeiten, machte sie sich nach ihrer Befreiung durch Zamorra, der sie mit dem Lebenskuß aus einem jahrhundertelangen Schlaf erweckte, in den sie einst von Leonardo deMontagne geschickt wurde, im Alleingang auf, gegen die Meeghs zu kämpfen. Ihr körperliches Ende fand sie in der Straße der Götter, als sie versuchte, die Invasionsflotte der Schattendämonen aufzuhalten. Lediglich ihr Skelett, welches ebenfalls von goldener Farbe war, blieb von ihr übrig. Doch trotz ihres Todes befand sich nach wie vor ein unglaubliches magisches Potential in ihr, welches Ansus Bewußtsein erlaubte, in ihrem goldenen Totenschädel zu überleben. Dieses Bewußtsein wurde später von Damon in einen mächtigen Dhyarra transferiert und von Zamorra in die »Lenkzentrale« der in der Straße der Götter agierenden Meeghs gebracht, wo er mit einer magischen Explosion diese zerstörte und damit die Invasion der Meeghs beendete. Dabei fand aber auch das »zentrale Bewußtsein« der Ansu Tanaar, wie sie sich selbst in diesem Zustand bezeichnete, sein Ende.
     Doch ein Rest von ihr überdauerte auch diesen Vorfall und »lebte« nach wie vor in dem golden Schädel weiter, den Zamorra aus der Straße der Götter mit nach Hause nahm und aufbewahrte. Und zwar so lange, bis sie Jahre später zusammen mit Zamorra in die Heimatdimension der Meeghs vordringen konnte und dort als eine Art magischer Bombe ihr endgültiges Ende fand, aber gleichzeitig auch die fast vollkommene Vernichtung aller Meeghs im Universum einleitete.
Text: Andy Huber

Jean Aubert
Unter Louis der Familienanwalt derer von Montagne. Er informierte seinerzeit auch Zamorra über das Ableben seines Onkels Louis und war zudem für die Eröffnung des Testaments zuständig, durch das Château Montagne in den Besitz Zamorras geriet.
Text: Andy Huber

Pater Aurelian
ist nicht unbedingt das, was man sich normalerweise unter einem Geistlichen vorstellt. Er war Studienfreund von Professor Zamorra; ihre Wege trennten sich, fanden wieder zueinander, trennten sich erneut, um schließlich wieder zusammenzufinden. Während Zamorra die Dämonen mit Hilfe der Weißen Magie jagt, tut Aurelian das auf seine Weise. Er gehört dem Orden der »Väter der Reinen Gewalt« an und besitzt als magische Waffe den Brustschild von Saro-esh-dhyn. Während der Auseinandersetzungen mit Amun-Re stand er an Zamorras Seite, um danach »seinem Stern zu folgen«, wie er es ausdrückte.
     Mittlerweile etwa 60 Jahre alt, läßt er sich nicht anmerken, daß er seinen alten Freund Zamorra um dessen jugendliches Erscheinungsbild beneidet, weiß aber, daß er selbst keine Chance hat, wie Zamorra die relative Unsterblichkeit zu erlangen. Er ist ein asketischer, etwas hagerer, aber durchtrainierter Mann und kann es in Sachen körperlicher Fitness immer noch mit wesentlich Jüngeren aufnehmen. Er trägt seine Kutte nicht immer, sondern häufig legere Freizeitkleidung. Seine früheren Gewohnheiten haben sich im Laufe der Jahre ein wenig geändert. Er raucht Pfeife, aber er trinkt immer noch gern ein Glas guten Weines. Über das, was er während seiner langen Abwesenheit erlebte, spricht er nicht, aber hin und wieder deutet er an, daß sein Ansehen im Vatikan geringer geworden sei, nachdem er sich eigenem Bekunden zufolge mit »Opus Dei« und vor allem der Inquisition angelegt habe (die sich seit ein paar Jahren »Kongregation für Glaubenslehre« nennt und Kardinal Ratzinger untersteht). Denn die Methoden der »Väter der Reinen Gewalt« unterscheiden sich in vielen Punkten erheblich von denen des vatikanischen Geheimdienstes, aber die »Väter« verlieren immer mehr an Einfluß und werden in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt; Aurelian ist einer der Letzten dieses geheimen Ordens.
     Er ist Mitglied der Tafelrunde.
     Im Verlauf der »Operation Höllensturm« wird er getötet.

Jerome Bancroft
Der Sheriff des Dade County, Miami, Florida (USA), dem Sitz von Tendykes Home. Er ist ein Freund von Robert Tendyke und mittlerweile auch Zamorra, und da er schon des öfteren in die Fälle der Crew hineingezogen wurde, steht er den mysteriösen Dingen dieser Welt, oder zu mindestens denen im Umfeld um Zamorra, offener gegenüber, als es bei »normalen« Gesetzesvertretern üblich ist.
Text: Andy Huber

Cade Beauchamp
Cade ist ein Gehilfe von Olaf Hawk, der erstmals in Erscheinung trat, als Hawk Zamorras neues, verbessertes Computersystem in Château Montagne und diversen Zweigstellen installierte.
Text: Andy Huber

Raffael Bois im Griff des Schwarzen Druiden - Zeichner: Sebastean Boada Raffael Bois
Langjähriger Diener Professor Zamorras und der »gute Geist von Château Montagne«. Er wurde weit über 90 Jahre alt, blieb dabei aber erstaunlich agil, was er nicht zuletzt einer »versehentlichen« magischen Verjüngung verdankte. Er weigerte sich beharrlich, sich aufs Altenteil zurückzuziehen und die wohlverdiente Rente zu genießen – für ihn war sein Beruf sein Leben. Raffael war ein nahezu perfekter Diener, der scheinbar nie zu schlafen schien und zu jeder Tages- und Nachtzeit fast sofort und stets korrekt gekleidet zur Verfügung stand – er schien zu spüren, wann er benötigt wurde. Trotz seines hohen Alters war er in der Lage, Zamorras leistungsstarke Computeranlage zu bedienen, und zwar besser als alle anderen Personen.
     Als er von Amun-Re's unheilbarer und unlöschbarer Frostmagie infiziert wurde, wählte er den Freitod, um andere nicht zu gefährden. Seither spukt er bisweilen als hilfreicher Geist im Château.

Angelique Cascal Angelique Cascal
Schwester von Yves Cascal, bei ihrer Serieneinführung 16 Jahre, heute noch Jungfrau, eine Kreolin aus der 2. Ehe von Yves' Vater. Sie ist frech, eine Emanze im Kleinformat, respektlos, und kennt okkulte Hausmittelchen. War aber ungläubig gegen »Wunder« (Para, Zauber, Dämonismus; gewissermaßen eine Realistin). Vorübergehend war sie mit Julian Peters liiert, trennte sich aber bald wieder von ihm. Wurde in Band 669 von Tan Morano zur Vampirin gemacht und ist seither irgendwo in Sόdamerika spurlos verschwunden.

Maurice Cascal
Maurice war der contagangeschädigte Halbbruder von Yves Cascal, der seit seiner Geburt im Rollstuhl saß. Mit Yves Hilfe schaffte es der Hochintelligente aber, über seine körperliche Behinderung hinaus zu wachsen und die Universität zu besuchen. Maurice war stets der ruhende Pol der Familie bis zu dem Zeitpunkt, als er aus reiner Lust am Töten von dem Erzdämon Lucifuge Rofocale ermordet wurde. Dies machte aus seinem Bruder Yves, der sich zuvor stets weigerte, in die Kämpfe der Zamorra-Crew hineingezogen zu werden, einen verbitterten Dämonenhasser, der seither alles daran setzte, den Mörder seines Bruders zu vernichten, mit welchen Mitteln auch immer.
Text: Andy Huber

Yves Cascal
Besser bekannt als l'Ombre, der »Schatten«. Neger, später Abkömmling der letzten Sklaven, bei seiner Serieneinführung 28 Jahre, schwarzes halblanges Haar, graue Augen, die nach Stimmung von hellgrau zu sturmgrau changieren. 1,70 m groß, muskulös, drahtig, ist ein Kung-Fu-Schüler 1. Klasse, kennt aber auch andere Verteidigungarten und kann sie variieren und miteinander kombinieren.
Yves »Ombre« Cascal, Zeichner: JAD & WKG      Er ist ein Slumkind; seine Eltern sind tot, seit er 13 war. Er besitzt großen Familiensinn und trug die umsorgende Verantwortung für 2 jüngere Geschwister, er kennt alle und jeden, hat aber nur einen wirklichen Freund, der bislang namentlich nie erwähnt wurde.
     Anfangs wollte er von Magie nichts wissen, lehnte sie ab, obgleich er der Träger wider Willen des 6. Amuletts war. Die Ermordung seines wegen einer Contergan-Schädigung an den Rollstuhl gefesselten Bruders Maurice durch den Erzdämon Lucifuge Rofocale hat ihn tief getroffen und eine Charakterwandlung verursacht; er begann sich intensiv mit Magie zu befassen und machte Jagd auf Lucifuge Rofocale und auch anderen Dämonen. Benutzt jetzt auch Waffen, die er früher strikt ablehnte. U.a. eine Pistole mit sondergefertigten Pyrophor-Geschossen sowie die »Hexenschnur« (mit der sich gewürgte Dämonen ein wenig lähmen lassen). Ein weiterer böser Schicksalsschlag war, daß Tan Morano Yves' Schwester Angelique zur Vampirin machte.
     In Band 566 klaute Yves den Ju-Ju-Stab von Robert Tendyke, was aber von Tendyke und Professor Zamorra, dem rechtmäßigen Besitzer des Stabes, toleriert wird. Cascals Amulett kann Laute, Gespräche, aufzeichnen und originalgetreu wiedergeben.
     Yves wohnte die meiste Zeit seines Lebens, zusammen mit seinen Geschwistern, im Untergeschoß eines großen Mietshauses in Hafennähe der Stadt Baton Rouge, Louisiana, USA. Spδter siedelte er um nach San Antonio, Texas.
     Er wurde in einem Meegh-Raumschiff bei einer Rettungsaktion getφtet. Sein Amulett nahm das Amulettwesen Shirona an sich.

Chibb - Zeichner: Sebastean Boada Die Chibb
Ein außerirdisches Volk von Weltraumfahrern und Dimensionsreisenden. Große, sehr schlanke und feingliedrige Wesen, die Körper von winzigen, wie poliertes Silber glänzenden Hornschuppen überzogen. Schmal und hoch die ohrenlosen, kahlen Köpfe, die Nasen flach, der Mund lippenlos. In den großen Telleraugen glimmt es grünlich. Unterschiede der Geschlechter sind optisch nur sehr schwer zu erkennen. Ihre Verständigung erfolgt akustisch, aber von Telepathie begleitet, so daß es nie zu Übersetzungsproblemen kommen kann. Sie glauben an eine Gottheit namens Ans-sanar.
     Vorwiegend kleiden die Chibb sich in enganliegende silbern schimmernde Overalls. Sie fliegen mit Dimensionsraumschiffen, bewaffnen sich mit Blastern mit spiralförmigen Läufen, welche silbrige Strahlen verschießen, und benutzen handliche, schillernde und zuweilen frei schwebende Kugeln als eine Art »Fernbedienung« für ihre extrem hochentwickelte Technik. Ihr Heimatplanet wurde einst von den Meeghs verwüstet und nahezu sterilisiert; seither leben die Chibb innerhalb von exakt 7777 Überlebenskuppeln aus transparentem Metall, deren Boden eine Art Netz aus floureszierendem Material darstellt, das je nach Lichteinfall silbrig oder in allen Regenbogenfarben aufleuchtet, sich dabei aber weich wie Kunststoff anfühlt. Innerhalb der Kuppeln existieren Reste von Fauna und Flora des verwüsteten Planeten. Die Zahl 7777 schützt durch Magie den Lebensraum der Chibb aus sich selbst heraus; wird jedoch nur eine der Kuppeln zerstört, bricht die gesamte Abschirmung endgültig zusammen.
     Sie sind erklärte Todfeinde der Meeghs. Sie waren die ersten, die Professor Zamorra den Auserwählten nannten und sein Amulett als das »Medaillon der Macht« bezeichneten. Auch das FLAMMENSCHWERT war ihnen bekannt. Eigenen Angaben zufolge besaß vor Äonen einmal ein Chibb Zamorras Amulett, und als er es unter rätselhaften Umständen verlor, gewannen die Dämonen an Macht. Wie weit dieser Aussage jedoch Glauben zu schenken ist, bleibt fraglich, weil sie anderen Erkenntnissen teilweise widerspricht.

Bild: Candy KayChin Li
Die junge Chinesin ist eine Meisterin im Kung-Fu, und bisher gab es keinen Gegner, den sie im Zweikampf nicht besiegen konnte. Mit drei Jahren wurde sie von dem Geheimbund der Neun Drachen in einem Kloster zur Profikillerin ausgebildet. Zehn Jahre später tötete sie das erste Mal.
     Lange Jahre stand sie im Dienste der Verbrecher-Organisation in Hongkong. Sie erhielt den Auftrag, Professor Zamorra zu töten, scheiterte jedoch und verbündete sich mit ihm und Nicole Duval, als ein Jahrtausende alter Dämon zurückkehrte und eine blutige Spur durch die chinesische Millionenstadt zog, um den Geheimbund zu vernichten. Danach schwor sie ihrem Dasein als Killerin ab und verließ die Neun Drachen.
     Sie floh nach Amerika, wo sie in Los Angeles Gryf, Zamorra und Nicole bei dem Kampf gegen die Tulis-Yon half.
     Danach zog sie weiter nach Boston, wo sie als Kung-Fu-Lehrerin Arbeit fand. Doch auch hier spürten sie die Neun Drachen auf, auf deren »Abschußliste« sie ganz oben steht, seit sie dem Geheimbund den Rücken kehrte.
Text: gruselromane.de

Lucien Combrie
Ehemaliger Postbeamter im Dorf unterhalb des Château Montagne.

Damon und Byanca
Die beiden Hybridwesen aus der Straße der Götter … Einst zeugten ein Gott aus dem OLYMPOS und ein Dämon aus dem ORTHOS jeweils mit einer Sterblichen ein ganz besonderes Geschöpf: Hier die Halbgöttin Byanca, dort den Halbdämon Damon. Ursprünglich sollten diese beiden den Kampf der OLYMPOS-Götter und ORTHOS-Dämonen, den jene seit Ewigkeiten erfolglos gegeneinander führten, stellvertretend zu einem siegreichen Ende führen. Zu diesem Zweck wurden sie mit besonderen Schwertern ausgestattet, in die jeweils ein mächtiger, magieverstärkender und hochgeordneter Dhyarra-Kristall 11. Ordnung eingebettet wurde.
Damon und Byanca, Zeichner: Thomas Kidd      Doch statt einen Stellvertreter-Krieg zu führen, verliebten die beiden mächtigen Hybriden sich ineinander und verließen die Straße der Götter gemeinsam, um vor der Rache der Götter und Dämonen sicher zu sein. Der Zauberer Merlin gewährte ihnen Asyl, versetzte sie in seiner kristallenen Mardhin-Grotte in einen langen Dornröschen-Schlaf, aus dem sie erst wieder erwachten, als Professor Zamorra in dieser Mardhin-Grotte das Zauberschwert Caliburn des Sagenkönigs Artus fand – und dabei selbst in die Straße der Götter verschlagen wurde.
     In der Folge griff Damon nach der Macht über Hölle und Erde und verjagte Asmodis für eine Weile vom Thron des Fürsten der Finsternis. Später »normalisierte« sein Verhalten sich wieder, und vorübergehend wurden beide wieder in Tiefschlaf versetzt; Merlin verschmolz ihre Dhyarras zu einem Kristall unbekannter Stärke.
     Geraume Zeit später kehrte Damon gemeinsam mit Byanca in die Straße der Götter zurück, um sich dort für positive Ziele einzusetzen oder zumindest neutral zu bleiben, wenn er gegen Byanca hätte antreten müssen.
     Als die DYNASTIE DER EWIGEN begann, sich für die Straße der Götter zu interessieren, wurde Damon von dem Feuerdämon Fulcor ermordet. Die darüber verzweifelnde Byanca verschmolz mit dem OLYMPOS-Tempel der Stadt Aronyx und wurde bei dessen Zerstörung mit vernichtet.

Asha Devi
Inspectorin bei der Demon Police, einer indischen Spezialeinheit zur Bekämpfung der zahlreichen Dämonen des Subkontinents. Die Demon Police greift immer dann ein, wenn Schwarzblüter das Leben von Menschen bedrohen. Sie kann auch alarmiert werden, wenn irgendwo etwas Übersinnliches vor sich geht.
     Asha Devi ist Anfang dreißig, schlank und durchtrainiert. Sie trägt meist die übliche olivgrüne indische Polizeiuniform mit Lederkoppel und Schirmmütze. Ihr langes blauschwarzes Haar ist zu einem Knoten im Nacken zusammengesteckt. Ihre Haut ist hellbraun, ihre Augen dunkelbraun. Auf der Stirn hat sie das Zeichen der hohen Brahmanen-Kaste. Asha Devis Lippen sind rot und sinnlich, ihre Nase klein.
Asha Devi in Uniform     Die Inspectorin tritt üblicherweise großspurig, aggressiv und selbstherrlich auf. Devi hat keine Hemmungen, Verdächtige zu schlagen, wenn sie glaubt, daß diese einen Schwarzblüter decken. Sie haßt Dämonen aus tiefster Seele und tut alles, um sie zu vernichten.
     Hinter ihrer knallharten Fassade verbirgt Asha Devi ihre große Verletzlichkeit, den dunklen Punkt ihres Lebens: als sie ein Kind war, wollte ihr Vater, ein mächtiger Politiker der nationalistischen BJP-Partei, sie den Göttern opfern, um sich bei ihnen einzuschmeicheln. Doch die Götter lehnten das Blut eines unschuldigen Kindes ab und machten Asha Devi stattdessen zu einer Auserwählten, die in Notfällen himmlische Unterstützung erhält. Seitdem fühlt sie sich als Liebling der Götter, was sie allerdings auch unter einen enormen Leistungsdruck setzt. Sie darf niemals versagen ...
     Asha Devi hat ihrem Vater natürlich niemals verziehen, daß er sie seinerzeit opfern wollte. Sie reagiert immer noch allergisch, wenn sie auf Devi senior angesprochen wird. Er ist sozusagen ihre Achillesferse.
     Asha Devis weißmagische Waffe ist eine keulenförmige tibetische Gebetsmühle. Wenn sie diese dreht, werden heilige Silben aktiviert, deren Energiewellen einen Dämon erledigen können.
     Zamorra lernt die Inspectorin in Band 726 kennen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten freunden sich Zammy und Nicole mit Asha Devi an; ab sofort kann sie als Ansprechpartnerin bei Abenteuern auf dem indischen Subkontinent dienen.
     Asha Devi hat ihr Büro im Hauptquartier der Demon Police, in New Delhi.
     Sie ist Mitglied der Tafelrunde.
     Ende 2004 geht sie ins Nirwana ein. Der Gott Shiva behauptet Zamorra gegenüber, Asha sei eine Bodhisattva.

Don Cristofero Fuego del Zamora y Montego
Geboren 1625, verschlug es ihn anno 1673 ins Jahr 1991; Anfang 1994 kehrte er ins Jahr 1675 zurück (zwischenzeitlich galt er bei Hofe als tot). Großmäulig, bezeichnete sich gern als »Berater des Königs« und gab vor, mit Ludwig XIV. auf recht freundschaftlichem Fuß zu stehen; der sah ihn aber eher als Ärgernis.
     Er ist irgendwie verwandt mit der Familie Philips IV. von Spanien, dessen Tochter Maria Theresia die Gattin des Sonnenkönigs war. Don Fuego bekam daher Château Montagne, das er selbst »Castillo Montego« nennt, zur Verfügung gestellt, weil angeblich der letzte deMontagne längst ausgestorben sei.
Don Cristofero, die Nervensäge, Zeichnung: Maren      Im Jahr 1675 wurde er praktisch aus Frankreich ausgewiesen und fuhr per Schiff zusammen mit dem schwarzen Gnom nach Haiti, um von dort aus nach Amerika zu kommen. Auch sein Erzfeind Robert deDigue tauchte dort auf und rottete dort, unterstützt von französischen Soldaten, eine Horde Ghouls aus.
     1676 befand er sich in Neu-Frankreich, der Kolonie um das Mississippi-Delta herum, das später als Louisiana bekannt wurde. Er startete eine Expedition in die Wildnis und traf dort auf eine Jagdgruppe der Natchez-Indianer, aber auch erneut auf deDigue.
     Im Jahr 1725 ermordete er als 100jähriger seinen Feind deDigue, der sich zu jenem Zeitpunkt Ron Dark nannte. Dass es in Wirklichkeit kein tatsächlicher Mord war, da deDigue/Dark über Avalon wieder in ein weiteres seiner vielen Leben zurückkehren konnte, ahnte er nicht. Um so verblüffter war er, bei seinem Zukunfts-Aufenthalt in den Jahren 1991–1994 diesen Mann als Robert Tendyke leibhaftig wiederzusehen …
     Aussehen: dünnes, helles Haar und ein wildverfilztwuchernder rötlicher Vollbart, der fast das gesamte Gesicht bedeckt. Rote Säuferknollennase, braune Augen, tiefe Stimme, nicht besonders groß gewachsen, rundlich, was durch seine Kleidung unterstrichen wird. Schwarzer Hut, roter Schulterumhang, grünes Wams, Ledertasche am Gürtel, Degen.
     Er kennt alle bedeutenden Reiseberichte seiner Zeit, auch wissenschaftliche Errungenschaften. Versnobt, immerhin ist er ein Adliger; wer keinen Titel trägt, gehört zum »gemeinen Volk«, das man nicht beachten muß (aber kann). Magische Eigenschaften beeindrucken ihn ungeheuer, fordern seinen Forscherdrang heraus. Er ist des öfteren enttäuscht, wenn verschiedene Fähigkeiten (zeitloser Sprung, Telepathie) nicht erklärt werden können. Man kann ihn aber »ruhigstellen«, indem man ihm (als Beispiel) ein Auto und dessen Konstruktionszeichnungen zur Verfügung stellt. Damit wird er sich so sehr beschäftigen, daß der Rest der Welt für eine Weile in Ruhe seiner Arbeit nachgehen kann.
     Er ist ein Anhänger René Descartes (1596–1650), des Wegbereiters der Aufklärung. Demokratie und Individualismus kann er als Angehöriger des Adels trotzdem nicht so recht verstehen – es paßt nicht in seine Gedankenwelt. Für ihn ist Nicole Duval lediglich Zamorras Mätresse, die anderen Crew-Mitglieder Zamorras Untergebene (sie tragen keine Adels- oder sonstigen Titel). Die lockeren Sitten des 20. Jahrunderts (z.B. häufige Nacktheit der Zamorra umgebenden Damenwelt) finden bei ihm kein Verständnis, obwohl er ihnen durchaus positive Seiten abgewinnen kann. Nur selbst dabei mitmachen kann er nicht – das widerspräche allen guten Sitten.
     Politisch ist er nicht sonderlich interessiert, wirtschaftlich schon eher. Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch dem Adel gut – zumindest besser.

Eva
Die geheimnisvolle Einhorn-Reiterin … eines Tages tauchte sie ohne Bewußtsein und ohne Erinnerung an ihr bisheriges Leben vor dem Château Montagne auf. Sie trug ein Lederwams, einen kurzen ledernen Rock mit breitem Gürtel und daran in einer Metallscheide einen unterarmlangen Dolch, dazu fellgefütterte Stiefel und einen ledernen Armreif. Wenig später wurde sie bei einem Ausflug nach Lyon ermordet.
Eva, Zeichner: Maren      Um schon bald darauf erneut aufzutauchen, ohne Erinnerung an ihr vorheriges Leben und auch ohne Erinnerung an ihren Tod! Immer wieder verschwindet sie, aber immer wieder taucht sie in unregelmäßigen Abständen wieder auf. Jedesmal trägt sie die geschilderte Kleidung, die sie wie aus einem Fantasy-Film entsprungen erscheinen läßt. Und: bei jedem Auftauchen ist sie biologisch jünger!
     Sie gerät immer wieder in magische Konflikte, obgleich sie das zu vermeiden sucht. Bei ihrem Auftauchen und Verschwinden und auch bei magischen Auseinandersetzungen ist jedesmal ein Einhorn als Reittier bei ihr.
     Im Verlauf der »Operation Höllensturm« erfährt Professor Zamorra, daß sie eine Tochter des Zauberers Merlin ist, die Merlin mit einer Avalon-Priesterin zeugte. Daraufhin wurden Vater und Tochter von der Herrin vom See mit einem Fluch belegt: Eva mußte ihr Leben rückwärts leben, und im gleichen Maß, wie sie sich verjüngte, wurde Merlin seniler. Merlins andere Tochter Sara Moon nahm Eva schließlich in ihre Zeitdimension auf, in der sie ihr Leben bis zur »Geburt« zuende führen kann, worauf Merlins Zustand sich wieder normalisierte.

Ted Ewigk
Der »Geister-Reporter«. (Sein Debüt gab er mit einem 10-teiligen Zyklus in den BASTEI–»GESPENSTER-KRIMI«s bzw. in den entsprechenden »GRUSEL-SCHOCKER«–Nachdrucken; als die Einstellung des GK absehbar wurde, habe ich ihn wie einige andere Figuren dieser Reihe ab Nr. 221 in die Prof. ZAMORRA–Serie integriert.)
     Ted ist Jahrgang 1953, blond, mit der Statur eines Wikingers. Als Reporter hat er sich schon in jungen Jahren einen Namen gemacht und genügend Geld verdient, um heute faulenzen zu können; Reportagen übernimmt er nur noch, wenn sie ihn wirklich interessieren, und überläßt das Feld sonst seinen Kollegen. Lange Zeit in Frankfurt/M. beheimatet, bewohnt er jetzt eine Villa am nördlichen Stadtrand von Rom.
Ted Ewigk, Zeichner: Fabian Fröhlich      Ted verfügt über ein paranormales Gespür, eine Art Witterung, die ihn auf wichtige Dinge aufmerksam machen will, ihm aber nicht konkret verrät, worin dieses Wichtige besteht. Dazu besitzt er ein so starkes Para-Potential, daß einen Machtkristall, also einen Dhyarra-Kristall 13. Ordnung, benutzen kann. Diese Fähigkeit verdankt er seiner Abkunft als später Nachfahre des Ewigen Zeus, der einst ERHABENER der DYNASTIE DER EWIGEN war.
     Nach der ersten Invasion der Ewigen, die in gemeinsamem Einsatz von Professor Zamorra und Asmodis, dem damaligen Fürsten der Finsternis, abgewehrt wurde und mit der Zerstörung des Sternenschiffs der Ewigen vermittels Computerviren und dem Tod des ERHABENEN Erik Skribent endete, wurde Ted selbst vorübergehend ERHABENER und damit Herrscher der Ewigen. Aber seine Herrschaft wurde von den aggressiven Alphas nicht akzeptiert und Ted als »Friedensfürst« verspottet, der schließlich im Kampf gegen Merlins Tochter Sara Moon unterlag und sich längere Zeit versteckt halten mußte.
Teds Freundin Carlotta      In dieser Zeit nannte er sich »Teodore Eternale«, ein Name, den er auch heute noch offiziell führt, da er neben der deutschen Staatsbürgerschaft als Ted Ewigk auch die italienische als Teodore Eternale besitzt; zudem verfügt er seit ein paar Jahren über einen Diplomatenpaß der italienischen Regierung auf diesen Namen. Entsprechend hat er auch seine Villa »Palazzo Eternale« getauft. Dort lebt er viele Jahre mit seiner seiner inzwischen an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen Freundin Carlotta zusammen.
     Die zweite Invasion der Ewigen ein gutes Dutzend Jahre später verhinderte Ted durch ein Zeitparadoxon, da der ursprüngliche Plan des Tendyke Industries, inc.-Managers Rhet Riker, die Computer des neuen Sternenschiffs der Ewigen zu stören und zu kontrollieren, durch einen frühen Fehler Rikers nicht funktionierte. Dabei tötete Ted den ERHABENEN Yared Salem, dessen Körper von dem Dybbuk Magnus Friedensreich Eysenbeiß besessen war – was ihm allerdings seitens der DYNASTIE DER EWIGEN auch keine Sympathien einbrachte …
     Während der »666«-Krise gelang es Ted, mit einem durch jenes Zeitparadoxon entstandenen Dhyarra-Kristall den Dunklen Lord endgültig zu vernichten.
     Ted Ewigk ist Mitglied der Tafelrunde.

Fenrir, Zeichner: Fabian Fröhlich Fenrir
Ein großer, sehr alter grauer sibirischer Wolf mit nahezu menschlicher Intelligenz und telepathischen Fähigkeiten, durch die er sich mit anderen unterhalten konnte. Dafür wurde er von Merlin geschult. Er lebte viel länger als jeder andere Wolf; er war schon alt, als er Professor Zamorra erstmals begegnete, wirkte aber immer noch äußerst agil und auch kämpferisch. Aus seiner wölfischen Sicht hielt er den Menschen oft genug mit seinen sarkastischen telepathischen Bemerkungen den Spiegel vor. Mit dem Drachen Fooly verstand er sich ebenso prächtig wie mit dem jungen Sir Rhett Saris.
     Fenrir streunte in der ganzen Welt herum, war mal hier und mal dort anzutreffen. Hin und wieder nistete er sich in Merlins unsichtbarer Burg Caermardhin ein, mal tauchte er in Zamorras Château Montagne auf, um alte Kontakte zu pflegen und die Speisekammer zu plündern; oft hielt er sich auch in Gryfs Hütte auf der Druideninsel Mona (Anglesey, im Norden von Wales) auf.
     Auch Fenrir war ein Mitglied der Tafelrunde.
     Im Verlauf der »Operation Höllensturm« wurde er getötet.

Zamorras ältester Freund Bill Fleming – Bild: WKG Bill Fleming
Zamorras Freund aus alten Universitätstagen. Fleming war Historiker und lehrte wie Zamorra an der New Yorker Universität, wo sie sich kennen und schätzen lernten. Er begleitete Zamorra bei vielen seiner Abenteuer und Kämpfe gegen die Finstermächte. Als er Manuela Ford begegnete, verliebte sich der bisherige Frauenheld unsterblich in sie. Einige Jahre lang waren sie ein Paar, bis Manuela bei einem Verkehrsunfall verstarb. Das warf Fleming völlig aus der Bahn, und er verfiel der Macht der Dämonen und wurde für geraume Zeit zu Zamorras Gegner. Erst als Leonardo deMontagne Zamorras Château angriff und Fleming zwang, direkt gegen Zamorra zu agieren, befreite Bill sich aus dem dämonischen Bann und opferte sein Leben, um die einstigen Freunde zu retten.
     Bill war Mitglied der Tafelrunde.

Mr. MacFool im Großeinsatz, Zeichner: WKG Fooly
Zamorras »Glücksdrache«, wie er sich selbst gern bezeichnet. Rund 100 Menschenjahre jung, gilt er als noch längst nicht volljähriger Jungdrache. Von den Unsichtbaren aus dem Drachenland entführt, in das er vor seinem Erwachsenwerden aus für Menschen nur schwer nachvollziehbaren Gründen nicht heimkehren darf, wurde er von Butler William heimlich »adoptiert« und lebt seither im Château Montagne. Fooly ist etwa 1,20 m groß, sehr massig (böse Zungen behaupten gar, er sei fett! Was er selbst vehement bestreitet und darauf hinweist, daß er nur etwas zu klein für sein Gewicht geraten ist). Kann sprechen, Feuer speien, fliegen (naja, etwa so elegant wie ein liebeskrankes Huhn), kann feststellen, wenn er telepathisch sondiert wird, kann bestimmte Verletzungen heilen, kann mit Bäumen sprechen, und was er sonst noch an Fähigkeiten und Drachenmagie beherrscht, hat er wohl selbst noch nicht herausgefunden. Seine grünliche Haut mit braunem Hauch ist teilweise durchsetzt von braunen Flecken mit grünem Hauch. Sein Rückenkamm aus dreieckigen Hornplatten beginnt am Kopf und verlängert sich bis zur Schwanzspitze. Dazu kommen vierfingrige Hände mit ausfahrbaren Krallen, große Telleraugen und Stummelflügel, die sein Gewicht eigentlich gar nicht tragen können – außer, er setzt Drachenmagie ein …
     Er ist ein liebenswerter Tolpatsch – nicht immer zum Vergnügen seiner Umgebung, weil oft genug dieses & jenes unbeabsichtigt zu Bruch geht. Deshalb nennt ihn William auch MacFool oder, wenn er mal wieder was verbockt hat, streng Mister MacFool.) Aber dem kleinen Burschen kann keiner lange böse sein. Irgendwie muß es auch Magie sein, daß jeder ihn sofort für ungefährlich und sympathisch hält.
     Fooly kann die Unsichtbaren sehen; er nennt sie die »Insektenäugigen« und gibt ihnen nicht zu Unrecht die Schuld am Tod seines Elters. (Einzahl, denn die Drachen aus dem Drachenland sind eingeschlechtlich …). Eines fernen Tages wird er eine Art Verpuppung erleben, nach deren Larve dann ein »richtiger«, erwachsener Drache schlüpft, der wie auf chinesischen Bildern aussieht. Erst dann wird er ins Drachenland zurückkehren können.
     Mit Lord Zwerg und dem Wolf Fenrir verbindet bzw. verband ihn eine fröhliche Freundschaft. Wenn sie zu zweit oder zu dritt zusammenstecken bzw. -steckten, ist und war vor ihren Streichen niemand mehr sicher …
     Dennoch kann Fooly, wenn er will, durchaus ernsthaft sein und ist mittlerweile zu einem wertvollen Mitstreiter der Zamorra-Crew geworden.

Manuela Ford
Eine braunhaarige Schönheit aus Deutschland, viele Jahre lang die Lebensgefährtin von Bill Fleming, dem langjährigen Kampfgefährten Professor Zamorras. Sie wurde auch des öfteren in die Auseinandersetzungen der Crew mit den dämonischen Kräften hineingezogen. Den Tod fand sie 1985 aber nicht bei einer dieser Auseinandersetzungen mit einem Dämon, sondern ganz simpel bei einem Autounfall in New York, bei dem ihr Fahrzeug von dem des betrunkenen Hilfsarbeiters Janos Vretek gerammt wurde und danach explodierte. Der Tod von Manuela Ford warf ihren Lebensgefährten so sehr aus der Bahn, daß er eine leichte Beute für die Mächte der Finsternis wurde, die ihn in einem lange währenden Prozeß auf ihre Seite zogen und sogar gegen Zamorra aufbrachten.
Text: Andy Huber

Der namenlose Gnom
Der ständige, zaubernde Begleiter von Don Cristofero Fuego del Zamora y Montego. Als Kind war der Gnom wegen seines verwachsenen Körpers und seiner tiefschwarzen Haut ein »Monster«, ein Ausgestoßener, dessen Eltern ihn nicht einmal für würdig hielten, ihm einen Namen zu geben. Um sich dennoch durchschlagen zu können, befaßte er sich alsbald mit Magie, was ihn mehrmals beinahe auf den Scheiterhaufen gebracht hätte.
Der namenlose Gnom, Zeichner: Massimo      Don Cristofero wurde seine Rettung. Der spanische Grande nahm sich des Gnoms an und stellte ihn unter seinen Schutz; einmal aus einem Anflug von Humanität (was er natürlich niemals zugeben würde), zum anderen aus Neugier in Sachen Magie. Immerhin hofft er, der Gnom könne mittels Magie Gold machen. Irgendwann, wenn er genug herumexperiment hat. Nach außen stellt er den Schwarzhäutigen als seinen privaten Narren dar, was sich auch durch die meist schreiend bunte Kleidung des Verwachsenen darstellt.
     Des Gnoms magische Experimente allerdings gehen meist in die Hose. Eines davon sorgte dafür, daß sein Herr und er jäh ins Jahr 1991 verschlagen wurden. Auch viele andere Zauberkunstücke sorgen für allerlei seltsame Effekte, nur selten für das, was sie eigentlich bewirken sollen.
     Der Namenlose ist absolut scharf auf Süßigkeiten. Für eine Tafel Schokolade oder einen Topf Honig würde er vielleicht sogar Don Cristoferos Seele ins Pfandhaus tragen. Nebenbei kaschiert er dem Don gegenüber seinen Hang zum Honig damit, daß dieser ja die gleiche Farbe wie Gold hat …

Gryf, Zeichner: Vicente Ballestar Gryf ap Llandrysgryf
Sein Alter von über 8000 Jahren, von denen er die größte Zeit auf der Erde und nicht auf dem Silbermond verbrachte, sieht man ihm kaum an. Er wirkt wie ein etwa zwanzigjähriger fröhlicher, gutaussehender Bursche, dessen Blondschopf noch nie einen Kamm gesehen hat. Als Silbermond-Druide verfügt er über die grundsätzlichen magischen Fähigkeiten seines Volkes – Telepathie, zeitloser Sprung (Teleportation), Illusion … Gryf haßt Vampire und liebt hübsche Mädchen – die einen pfählt er, wo er sie aufspürt, die anderen … hm … J »pfählt« J er, wo sie ihn anlachen.
     Häufig ist er mit der Silbermond-Druidin Teri Rheken zusammen.
     Er bewohnt eine kleine Hütte auf der Insel Anglesey im Norden von Wales, die von den Walisern »Mon mam Cymbry« genannt wird, »Mona, Mutter von Wales«. Sie liegt nicht sehr weit entfernt vom Dorf mit dem längsten Namen der Welt: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllandysiliogogogoch. (Die Übersetzung ist noch länger: »St. Mary's Kirche am Teich mit dem weißen Haselbusch über dem Strudel und bei St. Tysilio's Kirche in der Nähe der roten Höhle«)
     Gryf ist Mitglied der Tafelrunde.

Bjern Grym
Genialer Erfinder und Konstrukteur von außergewöhnlichen Schiffen, die in der Grym-Werft, welche er von seinem Vater geerbt hatte, gebaut wurden. Lange Zeit war er der Lebensgefährte von April Hedgeson, bis er unter den Bann von Leonardo deMontagne geriet, der ihm heimlich Para-Kräfte aufoktroyierte, um ihn als Geheimwaffe gegen die Zamorra-Crew zu verwenden. Als Bjern Grym aber zum Mörder werden sollte, nahm er sich lieber selber das Leben, anstatt seinen Freunden Schaden zuzufügen. Die Para-Kräfte, die auch nach seinem Tod immer noch in ihm vorhanden waren, wechselten einige Zeit später auf April Hedgeson über, als diese sein Grab besuchte.
Text: Andy Huber

Hawk, der Zompie-Zauberer Olaf Hawk
Computerexperte, der auf Honorarbasis für Robert Tendyke und andere arbeitet und auch Zamorras EDV-Anlage auf Vordermann bringt. Er hat ein eigenentwickeltes – oder zumindest angepaßtes – Betriebssystem installiert; die Hardware optimiert und die Möglichkeit geschaffen, sogar aus den Fahrzeugen Zugriff auf die Datenspeicher zu haben.
     Er hat allerdings auch ein überraschendes Wissen über Zamorra und seine Crew, was bedeutet, daß er mehr ist als ein Computerfreak: er entpuppt sich als eine Inkarnation Merlins.

April Hedgeson April Hedgeson
Engländerin mit italienischem Hauptwohnsitz am Garda-See, eine Villa in Strandnähe, ca. 2 km südlich von Bardolino, mit eigenem Landeplatz für Hubschrauber und Kleinflugzeuge. April ist die einzige Tochter des verstorbenen Industriellen und Multimillionärs Sir Francis »the great« Hedgeson. Sie studierte in Telford, Oxford, Paris und New York und lernte dort ihre Studienfreundin Nicole Duval kennen. Ein Halbbruder (April ist die Tochter von Sir Francis' 5. Frau) kam als 19jähriger bei einem Autounfall ums Leben. Weitere Verwandtschaft gibt es nicht. Zeitweise von einem Dämon besessen gewesen, zog sich April dann für eine Weile zurück, um mit sich ins Reine zu kommen. April kann seit ihrer vorübergehenden Besessenheit die Aura von Dämonen spüren.
     Sie hat zwei Weltumrundungen auf See hinter sich, lebt daher seit geraumer Zeit zumeist entweder in Hotels oder auf ihrer 35-m-Hochseeyacht SEASTAR II mit international gemischter 5-Personen-Crew. Die von ihrem Vater gegründete Hedgeson-Firma vermarktet jetzt die Yachten der Grym-Werft, die April nach Bjern Gryms Tod erbte.
     Durch die in Cayman Jones gespeicherte Magie, welche bei dessen Tod fast komplett auf April überging, wurde sie immer mehr verjüngt, bis sie schließlich von Zamorra davon befreit werden konnte, als sie das biologische Alter von etwa 19 Jahren erreicht hatte.

Ixi Ixi
Ein Koboldmädchen, zeigt sich in Gestalt einer 17- oder 18jährigen Menschenfrau, kann ihre spitzen Ohren aber ebensowenig verbergen wie ihr freches Temperament. Sehr bunt, sehr schräg, sehr vorlaut, sehr verrückt, sehr wandlungsfähig, sehr magisch, sehr sexy – und wenn sie mit dem Jungdrachen Fooly zusammentrifft, fliegen die Fetzen und fetzen die Fliegen.
     Ixi ist mit drei teilweise noch verrückter auftretenden Schwestern »gesegnet«: Trixi, die durch einen Sprachfehler kaum ein Wort vernünftig aussprechen kann, Nixi mit einem bemerkenswert chaotischen Ungeschick in magischen Dingen, und die mannstolle Bixi, die voll auf Professor Zamorra abfährt und bisweilen von Ixi mit einem Schwall regenbogenfarbigen »Keuschheitswasser« übergossen wird, um sie »abzukühlen«.

Die Katze, die durch Wände geht … – Bild: Candy Kay Katze
Sehr junges Tier mit schwarzem Fell und weißen Pfoten. Wird grundsätzlich nur »Katze« genannt, hat keinen Eigennamen. Sie taucht immer dann überraschend im Château Montagne auf, wenn ein neues Siegel im »Buch der 13 Siegel« geöffnet wird. Ist die Aktion beendet, verschwindet die Katze wieder spurlos.
     Sie plündert hemmungslos Kühlschränke und Frühstückstische, und versucht in Menschenbetten zu schlafen. Wie Katzen eben so sind.
     Allerdings kann sie durch verschlossene Türen und durch Wände gehen!

Kerr Kerr
Inspektor bei Scotland Yard, der aufgrund seiner Eigenschaft als Halbdruide vom Yard oftmals bei übersinnlichen Fällen eingesetzt wurde. Kerr, der seine Druiden-Fähigkeiten ablehnte, war damit nicht glücklich, fand sich aber damit ab, daß er oft als »Ersatz« für seinen Kollegen Sinclair Fällen mit übersinnlichem Hintergrund zugeteilt wurde. Bei diesen Fällen bekam er es einige Male mit der Weißen Hexe Damona King zu tun. Nach deren spurlosem Verschwinden wurde er immer öfter in die Abenteuer der Zamorra-Crew und auch seiner Halb-Artgenossen Gryf und Teri hineingezogen. Bei einer dieser Aktionen, er kämpfte zusammen mit Zamorra gegen Magnus Friedensreich Eysenbeiß, der damals noch »Großer« der »Sekte der Jenseitsmörder« war, wurde er durch das Zauberschwert Gwaiyur, dem Schwert zweier Gewalten, getötet, als dieses mitten im Kampf beschloß, die Seiten zu wechseln und aus Zamorras Hand in die von Eysenbeiß wechselte, der damit dann den Halb-Druiden erschlug.
     Seine Lebensgefährtin Babs Crawford, die als Sekretärin im Yard arbeitete, wurde viele Jahre später ermordet.
     Als auf dem Silbermond Padrig YeCairn, Julian Peters und der Sauroide Reek Norr damit begannen, die Lebensbäume der Druiden wiederzubeleben, gelang ihnen das bei Kerrs Lebensbaum. Dessen Geist kehrte zu den Menschen zurück und schlüpfte in den Körper des soeben erschossenen Reeders Luc Avenge aus Calais. Als Avenge versuchte er sich an Zamorra für seinen Tod zu rächen, begriff dann aber, daß Zamorra daran unschuldig war, und läßt ihn seither in Ruhe.

Kleine Riesen
In Asmodis' Auftrag experimentierten Dämonen in der Zeit der Kreuzzüge mit den Hellebern, die auf einer Erde neben unserer Zeitlinie leben und gelegentlich in unsere Dimension überwechseln. Sie wurden durch die Experimente zu sogenannten Kleinen Riesen, Wesen die wie zusammengestauchte Riesen aussehen, erhielten dabei aber die Fähigkeit, in der Zeit und auch diagonal zur Zeitlinie zu reisen. Zamorra und Nicole kämpften mit ihnen zusammen gegen die Dämonen. Das FLAMMENSCHWERT vernichtete schließlich die verbleibenden Dämonen und verwandelt die verformten Helleber wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück. Dabei behielten die Helleber allerdings die Fähigkeit, sich jederzeit in Kleine Riesen zurückzuverwandeln, um Magie anwenden zu können – das können sie nämlich nur noch in dieser Zustandsform.
     Seit einiger Zeit ist es still um die Helleber geworden, da sich ihre Heimatdimension immer weiter von der unseren entfernt und es von mal zu mal schwieriger für die Kleinen Riesen wird, einen Weg in unsere Existenzebene zu finden.
Text: Andy Huber

Laurin
Der sagenumwobenene Zwergenkönig hat sein Reich in den Dolomiten. Ein weiträumiges Höhlensystem wird von ihm und seinen Untertanen bewohnt. Es gibt riesige, verborgene Schätze, Gold und Geschmeide, Prunk und Reichtum in jeglicher Form. Außer über sein Zwergenvolk gebietet er zudem über Riesen, die er mit einem Zauberspruch in Mäuse und mit einem anderen wieder zurückverwandeln kann.
     Laurin ist kaum einen Meter groß und zeigt sich kostbar gekleidet und mit einer seidenen Schärpe gegürtet, eine rubinbesetzte Helmkrone auf dem Kopf, in deren filigraner Zier der Wind eine einschmeichelnde Melodie singt. Ferner besitzt er einen Mantel, der seinen Träger unsichtbar macht.
     Einst hegte und pflegte Laurin seinen Rosengarten, eine prachtvolle Anlage in einem Wald, von einem seidenen Band umgeben. Dietrich von Bern und sein Gefährte Wittich verwüsteten diesen Garten, um Laurin zu provozieren. Es kam zum Kampf, den Dietrich dank der Ratschläge seines alten Waffenmeisters Hildebrand gewann. Daraufhin mußte Laurin sich dem Berner verpflichten und ihm folgen. Für die Zeit seiner Gefolgschaft übergab er sein Reich an seinen Regenten Sintram, der versuchte, andere Zwergenvölker zum Marsch gegen Bern zu animieren. Aber es kam zu keinem Krieg. Später kehrte Laurin zurück und verfluchte seinen Rosengarten, der ihm nur Unglück gebracht hatte, so daß dieser versteinerte. Vom Karer Paß aus ist dieser Garten als Felsformation noch heute aus der Ferne zu sehen, und im abendlichen »Alpenglühen« scheint er zum Leben zu erwachen, weil Laurin in seinem Fluch die Abendstunden vergessen hatte. Danach soll der Zwergenkönig verbittert gestorben sein.
     Indessen weilt er aber immer noch unter den Lebenden, denn Zwerge sind sehr langlebig, und für sie gelten die Gesetze der Zeit nur in eingeschränktem Maß. Auch der Rosengarten existiert noch. Sintram entpuppte sich als machtgieriger Verräter, der einst die Regentschaft nach Laurins Heimkehr nicht wieder abgab. Bis er schließlich an Professor Zamorra und die Silbermond-Druidin Teri Rheken geriet, die von Laurin um Hilfe gebeten wurden. Als Sintram Zamorras Dhyarra-Kristall raubte, ging er daran zugrunde, und Laurin kann endlich die Macht in seinem Reich wieder ausüben.

Pierre Malice
Polizeichef zu der Zeit (Mitte der 70er Jahre), als es noch ein Kommissariat in dem kleinen Dorf unterhalb von Château Montagne gab. Stand im Rang eines Commissaires und rauchte gerne Gitanes.
Text: Andy Huber

Merlin
Myrddhin Emrys, »Falke des Lichts«, Mardhin, von den Römern auch Merlin Ambrosius genannt, von anderen als »Kind des Teufels« bezeichnet, Mentor des Sagenkönigs Artus – der Legende und den unzähligen Geschichten nach, die sich um ihn ranken …
     Doch nur ein Teil davon stimmt.
     Merlins Herkunft verliert sich im Dunkel der Vorgeschichte; wie alt er wirklich ist, weiß er vielleicht selbst nicht. Und doch ist er so jung wie die Ewigkeit. Einst diente er der dunklen Seite, entschied sich aber später für das Licht, was ihm Vorwürfe seines Bruders Asmodis einbrachte: »Was hätten wir alles erreichen können, wenn du damals nicht die Seiten gewechselt hättest?«
     Merlin ist einer der Diener und Weltenwächter im Auftrag des Wächters der Schicksalswaage geworden. Sein Zuständigkeitsbereich ist die Erde – nebst etlichen anderen Welten, für deren Wohlergehen er verantwortlich ist. Wenn er sich auf der Erde aufhält, bewohnt er seine unsichtbare Burg Caermardhin in Wales, auf einer Bergspitze oberhalb des kleinen Dorfes Cwm Duad.
Merlin & Teri      Zudem besitzt Merlin in der Bretagne seinen Zauberwald Broceliande mit allerlei seltwürdigen Geschöpfen darinnen. Aber das Kernstück ist sein Zauberbrunnen, der auch als Zugang zur Feeninsel Avalon dient. Dabei muß der Brunnen nicht einmal direkt vor Ort benutzt werden; es reicht seine Existenz. Als er von der russischen Märchenhexe Baba Yaga trockengelegt und anschließend mitsamt dem Zauberwald von Merlins dunklem Bruder Asmodis zerstört wurde, hatte Merlins Neffe Robert Tendyke keinen echten Zugang nach Avalon mehr, um sich dort nach einer tödlichen Verletzung regenieren zu lassen, und hätte beinahe die Rückkehr zur Erde nicht mehr geschafft. Aber inzwischen wurden Zauberwald und Brunnen von Asmodis wieder neu errichtet.
     Merlin hat sich einer großen Aufgabe verschrieben – der Gründung und Vollendung der Tafelrunde als Bollwerk gegen das Böse. Sein erster Versuch vor knapp 2000 Jahren, zwölf Getreue um den Wunderheiler und Dämonenaustreiber Jesus von Nazareth zu scharen, scheiterte am Verrat eines der Getreuen; die Römer ließen den Essener als Aufrührer und Staatsfeind hinrichten. Der zweite Versuch, einige Jahrhunderte später, sollte den Britonen Artus, einst römischer Reiteroffizier, an die Spitze der Tafelrunde stellen. Doch auch dieser Versuch scheiterte am Verrat. Für den dritten Anlauf ließ Merlin sich wesentlich mehr Zeit, denn er weiß sehr genau: wenn er auch diesmal keinen Erfolg hat, wird das Böse endgültig und für alle Zeiten die Welt beherrschen. Bei diesem dritten Mal steht Professor Zamorra an der Spitze der kleinen Gruppe um die Kämpfer der Lichtwelt, und er wurde von Merlin besser ausgestattet denn je – Zamorra muß sich nicht mehr nur auf die Macht des Wortes und der Liebe oder auf das Zauberschwert Caliburn verlassen, sondern verfügt über das Haupt des Siebengestirns von Myrrian-ey-Llyrana. Doch nur wenige Lebewesen erfüllen die Voraussetzungen, zur Tafelrunde gehören zu können, und die Erzdämonen und Fürsten der Finsternis, die in Merlin einen Abtrünnigen, einen Verräter an ihrer Sache sehen, setzen alles daran, sein Projekt damals wie heute zum Scheitern zu bringen und die Mitglieder der Tafelrunde, wenn sie sie als solche erkennen, zu töten.
     Zamorra ist ebenso wie seine Gefährtin Nicole Duval nicht immer begeistert von Merlins Aufträgen – vor allem von der Art, in welcher dieser sie erteilt. Merlin verschafft sich jederzeit Zutritt zu Zamorras Château Montagne, während er selbst stets bemüht ist, sich und Caermardhin vor »ungebetenem« Besuch zu schützen. Und er geht bei seiner Auftragsvergabe sehr diktatorisch und bisweilen erpresserisch vor – Erbe seiner einst diabolischen Vergangenheit?

Bild: Candy Kay Andrew Millings
trank im Jahr 1220 aus der Quelle des Lebens, damals war er noch unter seinem Geburtsnamen Arthur bekannt. Zur Quelle führte ihn die Inkarnation des Erbfolgers Rheged ap Llewellyn.
     Im Mittelalter jagte er in Mainz einen Echsenvampir – dabei wurde seine Freundin Johanna zu einem untoten Geschöpf, das Millings/Arthur zu töten gezwungen war. Nach diesem traumatischen Ereignis zog er sich aus der Dämonenjagd zurück und führte bis zur Gegenwart ein Leben im Verborgenen.
     Millings bricht schließlich mit Zamorra in die Hölle der Unsterblichen auf, um dort Torre Gerret zu befreien. Dies gelingt, allerdings verschmelzen Torre Gerret und Andrew Millings und ein magisches Etwas (das Langka) zu einem Zwitterwesen. Dieser Zwitter ist unbestimmt und unberechenbar, verfügt aber über gewaltige magische Fähigkeiten. Aussehen: nach wie vor der Körper Millings‘.
     Dieser Zwitter geht auf die Suche nach einem Unsterblichen, der zeitlich als einziger zwischen ihm und Zamorra von der Quelle des Lebens trank und noch am Leben sein muss.

Mirjad
Etwa 14 Jahre alt – mager, wilde schwarze Locken – wirkt eher wie ein Junge. Geboren auf Korsika in einem Bergdorf. Ihr Vater wurde von Tan Moranos Vampiren ermordet. Seither hat Mirjad nur noch ein Ziel – Morano zu vernichten.
     Ihre Waffe ist ein Vendetta-Messer – ein Klappmesser von enormen Ausmaßen. Aufgeklappt misst es über 50 Zentimeter. Mirjad ist perfekt darin, Vampire mit dieser Klinge zu enthaupten.
     In der weißen Stadt Armakath verfolgt sie Morano – gerät aber dabei unter den Einfluss der Dunklen Krone. Sie ist die momentane Trägerin der Insignie, und somit gemeinsam mit der Krone in das Felsmassiv nahe der weißen Stadt verbannt.

Carsten Möbius
Erbe und Geschäftsführer des von seinem Vater Stefan Möbius, dem »alten Eisenfresser«, gegründeten und zu einem weltweiten Wirtschaftsimperium ausgebauten »Möbius-Konzerns«. Carsten erlebte zusammen mit seinem Freund und Bodyguard Michael Ullich zahlreiche Abenteuer an der Seite von Professor Zamorra, speziell bei Zeitreisen in die Vergangenheit. Dabei stellte sich heraus, daß er die Reinkarnation von Rostan dem Wissenden war, der in ferner Vergangenheit schon gegen den atlantischen Schwarzzauberer Amun-Re kämpfte.
     Als sein Vater Stefan sich zur Ruhe setzte, mußte Carsten, der lieber Jeans als Anzug trug und lieber seine rostige »Ente« als den väterlicherseits verordneten Porsche fuhr, sich fortan um die Firma kümmern und fand kaum noch Zeit, gemeinsam mit Zamorra zu agieren. Anläßlich der »666-Krise« waren er und Ullich allerdings wieder mit von der Partie, als es darum ging, Amun-Re endgültig auszuschalten.
     Im Frühjahr 2001 verstarb Stefan Möbius und bekam nicht mehr mit, daß der Möbius-Konzern durch eine von Rhet Riker und Ty Seneca ausgeführte »feindliche Übernahme« an die Tendyke Industries, inc. fiel. Wenig später kamen Carsten Möbius und Michael Ullich bei dem Versuch, Zamorra und seine Gefährtin Nicole Duval aus der Spiegelwelt zu befreien, ums Leben.
     Carsten Möbius war Mitglied der Tafelrunde.

Anabel deMontagne
Die überaus moralische Tante von Zamorra. Sie war sozusagen der Moralapostel der Familie und konnte sich mit der Freizügigkeit der »heutigen Jugend« gar nicht abfinden, und so war ihr natürlich das quirlige Auftreten von Nicole Duval ein Dorn im Auge, als diese, bei der Eröffnung von Louis de Montagnes Testament, zum ersten mal das Château Montagne betrat und ihr begegnete. Inzwischen hat sie längst das Zeitliche gesegnet.
Text: Andy Huber

Clodwig deMontagne
Sohn des Leonardo deMontagne, der nach Leonardos erster Höllenfahrt sein Erbe antrat und wie schon sein Großvater Teilhart ein gottgefälliges Leben führte. Wann und mit wem Leonardo seinen Nachkommen zeugte, ist nicht bekannt.
Text: Andy Huber

Louis deMontagne
Zamorras Onkel und Vorbesitzer von Château Montagne. Zwischen ihm und seinem Neffen Zamorra bestand immer eine sehr herzliche Beziehung. Er wurde vom wahnsinnigen Alchimisten Dr. Ramondo, der sich das magische Amulett, welches sich im Besitz deMontagnes befand, aneignen wollte, gefoltert und anschließend den von ihm freigelassenen Flammendämonen überlassen, vor denen er selbst floh. Dabei kam Zamorras Onkel ums Leben, und Zamorra erbte das Château.
Text: Andy Huber

Teilhart deMontagne
Der Vater von Leonardo deMontagne und – ganz im Gegensatz zu seinem Sohn – ein gottesfürchtiger Mensch. Er starb am Abend des 3. Januar 1022, zwei Tage nachdem er, wohl betrunken, vom Burgsöller in den Hof stürzte.
Text: Andy Huber

Mostache
Der Wirt der besten (weil einzigen) Kneipe in dem kleinen Dorf, welches unterhalb von Château Montagne an der Loire liegt. Auf Grund der ständig auftauchenden dämonischen Präsenz rund ums Château hatte er schon vor längerer Zeit den grandiosen Einfall, seiner Kneipe den sinnigen Namen »Zum Teufel« zu geben – nicht zuletzt, weil auch der Ex-Teufel Sid Amos alias Asmodis ein ständiger, wenn auch nicht gerne gesehener Stammgast ist. Seitdem wird unter den Dorfbewohnern ein Kneipenbesuch auch »zum Teufel gehen« genannt.
     Für Professor Zamorra und seine Freunde ist immer der »Montagne-Tisch« reserviert, der schon des öfteren Zentrum diverser feuchtfröhlicher Zechgelage wurde. Sid Amos pflegt sich auch öfters dort mit Zamorra zu treffen, weil er die weißmagische Abschirmung um Zamorras Schloß immer noch recht ungern durchquert. Wenn er dort auftaucht, trinkt er stets ungefragt auf Zamorras Kosten, wobei sich dieser regelmäßig weigert, seine Zeche zu übernehmen ... Leidtragender dabei ist Mostache, der aber trotz seiner regelmäßigen Tobsuchtsanfälle immer wieder an Asmodis ausschenkt – Grund dafür sind wohl die diversen Getränkerezepte, die er von dem Ex-Teufel erhält. Trotzdem wünscht er dem ehemaligen Fürsten der Finsternis stets die Pest an den Hals, wenn der wieder einmal einen Abgang wie in alten Zeiten hinlegt und dem armen Wirt die ganze Bude voll schwefelt.
     Durch Nicole Duval vom Oldtimer-Virus infiziert, fährt Mostache derzeit einen Ford Galaxie Country Squire – einen amerikanischen Kombi aus den frühen 70ern mit Holzbeplankung an den Flanken und ferrari-ähnlichen runden Rückleuchten, der mit 26 Litern Benzin auf 100 km immerhin um sagenhafte 2 Liter »sparsamer« ist als sein vorheriger Chevrolet – und der immerhin über erheblichen Stauraum verfügt. Mostaches Frau ist hinsichtlich dieses »Einsparvolumens«, genauer gesagt des enormen Benzinverbrauchs im Vergleich zu modernen Autos, nicht sonderlich begeistert, kann sich in diesem Fall aber nicht durchsetzen.
Text: WKG & Andy Huber

Ran Munro
Kapitän der SEASTAR II. Pfeifenraucher, ehemaliger Top-Gun-Pilot. Als er diesen Beruf nicht mehr ausüben konnte, wechselte er zum Geheimdienst über. Später, als er privatisierte, trat er in die Dienste von April Hedgeson und ist seitdem gleichzeitig Skipper und Bodyguard für sie. Daß seine Chefin ständig leichtbekleidet auf ihrem Schiff herumtollt, stört ihn wenig, da er selbst homosexuell ist. Allenfalls die anderen Jungs der international besetzten Crew muß er hin und wieder zur Ordnung rufen ...
Text: WKG & Andy Huber

Reek Norr, Zeichner: Jordi Capdevila Reek Norr
Ein Sauroide aus der Echsenwelt, der wie alle anderen Überlebenden seiner Spezies nach dem Untergang seiner Welt auf dem Silbermond lebte. Er war so etwas wie ein Sicherheitsbeauftragter oder Polizei-Chef seines Volkes und stand vor allem den teilweise kriminellen Machenschaften der Priester der Kälte äußerst ablehnend gegenüber. Dadurch, daß er gegen sie vorging, wo es nötig war, machte er sich nahezu die gesamte Priesterschaft und deren Anhänger zu Feinden, was ihn aber nicht weiter störte. Wie alle Sauroiden verfügte er über ein enorm hohes Para-Potential. Er war mit Professor Zamorra sehr gut befreundet und arbeitete häufig mit ihm zusammen.
     Er war Mitglied der Tafelrunde und wurde im Verlauf der »Operation Höllensturm« getötet.

Jack O'Neill
Detective beim Los Angeles Police Department. Wurde zufällig in die Geschehnisse rund um Fu Long und Kuang-shi verwickelt und ist mittlerweile mit Zamorra und Nicole befreundet. Seine Karriere ist wegen dieser ungewöhnlichen Fälle jedoch zum Stillstand gekommen.
     Im Zuge der Auseinandersetzungen mit Kuang-shi wurde er schließlich von Fu Long getötet.

Zeichnung: Lutohin Odin
Ein Gott, der nordischen Mythologie entstammend. Die Aura seiner Macht ist schier ungeheuerlich und ehrfurchtgebietend, erdrückend. Er scheint in gewisser Beziehung zu Merlin zu stehen, aber Genaueres ist nicht bekannt. Zu selten traf Zamorra bisher mit ihm zusammen. Der einäugige Ase sendet seine beiden Raben Hugin und Munin aus, um sich über alles, was in der Welt der Sterblichen geschieht, berichten zu lassen. Die Silbermonddruidin Teri Rheken sah die Raben, als sie in den Dolomiten das Reich des Zwergenkönigs Laurin entdeckte.
     Odins Stab/Speer wurde nach seiner Zerstörung von Laurins Zwergen neu geschaffen und von Ted Ewigk mit dessen Machtkristall gegen Dhyarra-Magie gefirmt. Bei einer Begegnung hielt Odin einmal kurz die Zeit an, um den in tödliche Bedrängnis geratenen Zamorra zu retten.

Colonel Balder Odinsson
Als amerikanischer Spezialagent aus einem nicht näher definierten, im Pentagon ansässigen Geheimdienst, ausgestattet mit umfangreichen Sondervollmachten, war er oft eine große Hilfe für Zamorra, wenn es z. B. darum ging, schnell und unbürokratisch in den Ländern des ehemaligen Ostblocks aktiv zu werden. Im Gegenzug nahm Odinsson auch oft die Hilfe Zamorras und seiner Freunde in Anspruch, wenn es darum ging, z. B. gegen außerirdische Wesen und ihre Helfer oder dämonische Kreaturen zu kämpfen, bei denen die normalen Mittel der Geheimdienste nicht ausreichten.
Ihr erstes Zusammentreffen hatten Zamorra und Balder beim Kampf gegen die Meeghs und ihre Cyborgs, als diese versuchten den versunkenen Kontinent Lemuria wieder vom Grund des Meeresboden zu heben. Anfangs waren sich die beiden gar nicht grün, da Zamorra mit Balders Art, Probleme zu lösen, nicht ganz zurecht kam. Im Laufe der Zeit rauften sie sich aber zusammen und wurden gute Freunde. Markenzeichen von Balder war sein Rollkragen-Pullover, den er zu den passendsten und unpassendsten Gelegenheiten trug – ob in der Oper, in der Wüste, bei Regen oder bei Schnee ...
     Während der ersten Invasion der DYNASTIE DER EWIGEN, als ein Aufklärungsraumschiff der Ewigen in Colorado bruchlandete, war Balder Odinsson mit Zamorra, Nicole Duval und Gryf ap Llandrisgryf einer der ersten, die in das Schiff eindrangen, um es zu untersuchen. Als die Gruppe getrennt wurde, schlug sich Odinsson zusammen mit Duval durch das Schiff, immer gegen die Abwehreinrichtungen kämpfend, welche auch Gryfs Fähigkeit zum zeitlosen Sprung lahmlegten. Als er bei den Kämpfen so schwer verletzt wurde, daß in ihrer Lage keine Hoffnung auf Rettung bestand, entschloß er sich zu einem Alleingang, um wenigstens seinen Freunden die Möglichkeit zur Flucht zu verschaffen und das Raumschiff zu vernichten und damit die Menschheit vor den außerirdischen Invasoren zu bewahren. Er drang in den Maschinenraum des Schiffes ein und sprengte mit Handgranaten den großen Dhyarra-Kristall, welcher die Energiequelle des Schiffes darstellte. Dies hatte zur Folge, daß erstens die Abwehranlagen des Schiffes ausfielen, Gryf somit wieder teleportieren und damit seine Freunde retten konnte, und zweitens das Schiff anschließend vernichtet wurde. Balder Odinsson verlor bei der Explosion sein Leben.
     Sein Vater, der später unter dem Namen Torre Gerret auftrat, machte Jahre später Zamorra für den Tod seines Sohnes verantwortlich und bereitete ihn mit den sogenannten Odinsson-Akten ungeahnte Schwierigkeiten.
Text: Andy Huber

Sir Winston Pendrake
Der Herr von Pendrake Castle und letzte Sproß aus der Linie, die durch einen Seitensprung von König Uther Pendragon entstanden war. Er hatte 1982 den Historiker Bill Fleming mit der Erforschung seines Stammbaumes beauftragt, um so seine Abstammung von Pendragon zu beweisen, die er schon lange vermutet hatte. Dies hatte allerdings zur Folge, daß ein uralter Fluch in Kraft trat, der verhindern sollte, daß jemals ein Nachkomme aus dem Hause Uther Pendragons sein rechtmäßiges Erbe anträte und zudem die Macht erhielte, die Merlin einst den Nachkommen von Pendragon und dessen Erben versprochen hatte. Im Zuge der Ereignisse kam der alte Lord zu Tode, womit sowohl der Fluch, als auch die Linie derer von Pendragon und die von Merlin verliehene Macht endgültig erlosch.
     Es wurde nie geklärt, was diese Macht in den Erben Pendragons bewirkt hätte, da der Fluch diese nie zum Tragen kommen ließ. Es ist aber anzunehmen, daß sie die Ableger aus der Linie von König Artus' Vater wie schon Artus selber zu Kämpfern des Lichtes gemacht hätte.
     Lady Beatrice Pendrake, die Gemahlin von Sir Winston, wurde zur unfreiwilligen Erfüllungsgehilfin des Fluches. Als der Geist, der Jahrhunderte lang über den Fluch wachte, sie schließlich verließ, fiel sie dem Wahnsinn anheim und fristet den Rest ihres Lebens in geistiger Umnachtung. Text: Andy Huber

Julian Peters
Auch bekannt als »Das Telepathenkind« oder »Der Träumer«. Sohn von Uschi Peters und Robert Tendyke, somit verwandt auch mit so illustren Gestalten wie Merlin und Asmodis. Die Dämonen der Hölle fürchteten ihn bereits vor seiner Geburt so sehr, daß sie diese zu verhindern suchten.
Julian Peters, Zeichner: Vicente Ballestar      Seltsamerweise dauerte die Schwangerschaft ungewöhnlich lang, seltsamerweise wuchs Julian innerhalb eines Jahres vom Säugling zum Jugendlichen heran. Seine geistige Reife in moralisch-ethischer Hinsicht blieb allerdings hinter der körperlichen und intellektuellen Entwicklung zurück. Was diese Reifung angeht, entwickelt sie sich in »normalem« Tempo.
     Julian ist in der Lage, mittels seiner speziellen Magie Traumwelten zu erschaffen, die exakt seinen Vorstellungen entsprechend und für jeden, der sich darin befindet, so real sind wie die wirkliche Welt.
     Er trennte sich früh von seinen Eltern und schwang sich mühelos aus Neugier zum Fürsten der Finsternis auf – nur um diese Machtposition wenig später aus Langeweile wieder aufzugeben; die Dämonin Stygia nutzte diese Gelegenheit für ihre eigene Machtergreifung. – Eine kurze Zeit lebte er mit Angelique Cascal zusammen, die er liebt, die ihn jedoch wegen seiner fehlenden Reife, seiner Arroganz und seines Egoismus wegen verließ.
     Später schloß er den von Merlin im Moment vor der Zerstörung aus der Vergangenheit geholten und (um ein Zeitparadoxon zu verhindern, um 15 Minuten in die Zukunft versetzten) Silbermond in eine Traumwelt ein. Auch bei der Evakuierung der Echsenwelt spielte er eine entscheidende Rolle.

Uschi und Monica Peters
»Die zwei, die eins sind«, nennt der Zauberer Merlin die beiden blonden Telepathinnen. Die eineiigen Zwillinge sind optisch nicht voneinander zu unterscheiden, vor allem, wenn sie, wie oft, völlig identisch gekleidet auftreten – oder, wie noch öfter (eigentlich fast immer …), ihrer ›Textilien-Allergie‹ frönen und zum eigenen Vergnügen und dem ihrer Freunde völlig splitternackt herumlaufen. Erstaunlicherweise kann nicht einmal ihr Lebensgefährte Robert Tendyke sie auf Anhieb auseinander halten. Das schafft unerklärlicherweise und grundsätzlich nur Professor Zamorras Gefährtin Nicole.
Peters-Zwillinge, Zeichner: WKG      Über ihr identisches Aussehen hinaus empfinden sie auch identisch, sind unzertrennlich, denken in gleichen Bahnen, verlieben sich in den gleichen Mann und leben mit ihrem jetzigen Favoriten Robert Tendyke ohne Spur von Eifersucht zusammen (was ihn natürlich am wenigsten stört, hat er so doch gleich doppelten Spaß).
     Auch ihre Gabe der Telepathie funktioniert nur gemeinsam. Werden sie zu weit voneinander getrennt, versagt diese Kraft.
     Monica und Uschi stammen aus Deutschland, studierten an der Universität Münster Sozialpädagogik und wurden nach einem größeren Lotto-Gewinn Weltenbummlerinnen, die schließlich in Florida bei Rob Tendyke »hängenblieben«. Uschi ist die Mutter des von Tendyke gezeugten »Telepathenkindes« Julian Peters. Auch hierbei zeigte sich die Gleichheit der ›zwei, die eins sind‹, indem Monica eine Scheinschwangerschaft erlebte, während ihre Schwester mit Julian schwanger war.
     Im Jahr 1983 besuchten sie zusammen mit Ted Ewigk in dem nirgendwo verzeichneten kleinen Dorf Glenstairs im schottischen Hochmoor den legendenumwobenen Laird u'Coulluigh Mac Abros, den 17. Earl of Glenstairs, der angeblich an zwei Orten zugleich sein kann, und tranken von seinem selbstgefertigten und als schwarzgebrannten Whisky getarnten Lebenswasser. Seit jener Stunde altern sie nicht mehr …
     Die beiden Telepathinnen sind ein Mitglied der Tafelrunde.

Pater Ralph
Der recht umgängliche und aufgeschlossene Geistliche des kleinen Dorfes unterhalb von Château Montagne. Von den Dorfbewohnern wird er bisweilen in Anlehnung an die TV-Serie »Dornenvögel« augenzwinkernd »Pater Ralph de Bricassart« genannt. Häufig sitzt er in der Dorfkneipe mit am »Montagne-Stammtisch« und hadert mit dem Wirt Mostache über den Kneipennahmen »Zum Teufel«. Er scheint seinen Andeutungen zufolge auch etwas über die Regenbogenblumen zu wissen und warnte Professor Zamorra schon mehrmals vor der Benutzung derselben, hat sich aber bisher nie wirklich konkret geäußert.

Teri Rheken
Druidin vom Silbermond. Sie trat im Alter von etwa 20 Jahren erstmals in Erscheinung. (Und zwar in den BASTEI–»GESPENSTER-KRIMI«s bzw. in den »GRUSEL-SCHOCKER«–Nachdrucken um den »Geister-Reporter Ted Ewigk«; nach der Einstellung des GK habe ich sie wie einige andere Figuren dieser Reihe in die Prof. ZAMORRA–Serie übernommen.)
Teri und Fenrir, Zeichner: Fabian Fröhlich      Teri wurde nicht auf dem Silbermond geboren, deshalb existiert dort auch kein Lebensbaum von ihr. Dennoch verfügt sie über die »normalen« Druiden-Fähigkeiten. Ihren Alterungsprozeß hat sie, wie es die weitaus meisten Silbermond-Druiden taten oder tun, gestoppt.
     Sie trägt ihr goldenes (nicht blondes!) Haar hüftlang und möglichst wenig bis bevorzugt gar keine Kleidung, abgesehen von einem Stirnband mit dem Silbermond-Symbol.
     Häufig wird sie gemeinsam mit dem Druiden Gryf ap Llandrysgryf oder dem intelligenten und telepathisch begabten Wolf Fenrir aktiv, bevor dieser beim »Unternehmen Höllensturm« getötet wurde, wobei sie mit Gryf ebenso häufig auch das Bett – oder andere Spielwiesen – teilt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, unternimmt sie letzteres auch schon mal mit dem Zauberer Merlin, und bisweilen auch mit Ted Ewigk und seiner Partnerin Carlotta, weil Teri selbstverständlich auch dem lustvollen Vergnügen mit hübschen Mädchen keinesfalls aus dem Weg geht.
     Nur mit dem Aborigine Shado mag sie eigentlich nicht schlafen. Dennoch flippt sie aus unerklärlichem, irrationalen Grund jedesmal sexuell völlig aus, wenn sie ihm begegnet … Rätsel über Rätsel …
     Teri ist Mitglied der Tafelrunde.

Pierre Robin, Zeichner: E. Kike Pierre Robin
Chefinspektor und Leiter der Mordkommission in Lyon. Untersetzt, schnauzbärtig, mit pfiffigen Gesichtszügen, stets etwas nachlässig gekleidet, ziemlich burschikos in seinem Auftreten, Pfeifenraucher, wegen seines unkonventionellen Vorgehens mit hoher Aufklärungsquote dank Kollegenneid von Paris nach Lyon strafversetzt, wo er sich aber längst gut eingelebt hat und sich der Gunst des zuständigen Staatsanwalts Jean Gaudian erfreut. Mit Professor Zamorra und dessen Gefährtin Nicole Duval ist er per Du, Fenrir nennt er »Wolfi«.
     Derzeit ist er mit der von Zamorra im Jahr 1998 von einem seit Jahrhunderten die Weltmeere kreuzenden Geisterschiff befreiten Diana liiert. Die beiden leben in einer kleinen Etagenwohnung am Stadtrand zusammen.
     Zu seinem Team gehören François Brunot und Joel »Jo« Wisslaire.
     Anfangs stand Robin okkulten und magischen Phänomenen recht skeptisch gegenüber, was sich durch die enge Zusammenarbeit mit Zamorra allerdings rasch änderte, ihn nun aber immer wieder in Gewissensnöte bringt: »Wie erklär' ich's meinen rational denkenden Vorgesetzten?«

Professor Saranow Boris Iljitsch Saranow
Russischer Professor für Parapsychologie, Angehöriger der Akademie der Wissenschaften. Lebt derzeit in Moskau in einer kleinen Wohnung im 3. Stock eines Mietshauses, zwischendurch war er mehrmals in Akademgorodok, Petersburg, Baikonur, Nowosibirsk, Nowgorod und einem einem kleinen sibirischen Dorf, dessen Namen er längst wieder vergessen hat.
     Er lehrt und forscht nicht nur an einer der Universitäten, sondern wird auch oft zu geheimen Forschungsprojekten herangezogen, die meist vom Geheimdienst oder auch von »Aurora«, dem russischen Gegenstück zu »Majestic«, initiiert werden. Deshalb die häufigen Wohnungswechsel.
     Boris Iljitsch Saranow ist Mitte 50, etwa 1,80 m groß, knapp 2 Zentner schwer. Er ist mit Professor Zamorra befreundet und arbeitet hin und wieder gern mit diesem zusammen. – Und alles, was gut ist oder funktioniert, ist selbstverständlich »russische Erfindung«!

Sir Bryont Saris ap Llewellyn, ca. 1990 n. Chr. Lord Saris ap Llewellyn
Unsterblich durch die Erbfolge, gibt es ihn schon seit Jahrzehntausenden. Professor Zamorra lernte ihn zunächst in seiner Inkarnation als Sir Bryont Saris kennen und schätzen. Auch wenn der Clans-Name wälisch klingt (und entsprechend artikuliert wird – man faucht »llewellyn« etwa wie »chluechlin« mit dem »ch« ziemlich weit hinten in der Kehle), entstammt der Llewellyn-Clan dem Urvolk der Scoten. Vor rund 8000 Jahren kämpften der Silbermond-Druide Gryf ap Llandrysgryf und Laird Rhys Saris ap Llewellyn Seite an Seite gegen die Mächte der Finsternis und ließen sich auch nicht von der schottischen Geschichtsschreibung beirren, die für jene Zeit etwas ganz anderes vorgibt – offenbar unterliegen die Historiker hier einem Irrtum.
Laird Rhys Saris ap Llewellyn, ca. 6000 v. Chr.      Die Erbfolge besagt, daß der Lord ziemlich genau neun Monate vor seinem Tod, dessen Zeitpunkt ihm sehr genau bekannt ist, einen Sohn zeugen muß. Bei dessen Geburt wechselt die Seele des Lords vom »Vater« auf den »Sohn« über, so daß der Erbfolger praktisch als sein eigenes Kind »wiedergeboren« wird. Dabei dauert jedes »neue« Leben exakt 1 Jahr länger als das jeweils vorhergehende! (Sir Bryont wurde 265 Jahre alt, was bedeutet, daß es die Erbfolge bereits seit über 30 000 Jahren geben muß – die Behauptung böser Zungen, der erste Llewellyn müsse noch den letzten Saurier gekannt haben, dürfte aber übertrieben sein, es sei denn, man bezöge das sowohl Sir Bryont als auch Professor Zamorra persönlich bekannte »Ungeheuer von Loch Ness« mit in die Überlegungen ein.) Etwa in der Zeit der Pubertät erwachen dann nicht nur die Erinnerungen an das frühere Leben und die Bestimmung des Erbfolgers, sondern auch dessen parapsychische und magische Fähigkeiten.
     Zu diesen und zur Bestimmung des Erbfolgers gehört es, einmal in seinem Leben einem Auserwählten die relative Unsterblichkeit zu gewähren. Hierbei führt er alle Auserwählten zur Quelle des Lebens, wo einer von ihnen unsterblich wird – und seine Konkurrenten dafür zu töten hat! (Professor Zamorra ist der zur Zeit einzige bekannte Auserwählte, der sich diesem Zwang widersetzte, die Hüterin der Quelle austrickste, dennoch relativ unsterblich wurde und sogar Wasser von der Quelle des Lebens mitnahm, um auch seine Gefährtin Nicole Duval davon trinken zu lassen ...)
Lady Patricia Saris      Sir Bryont Saris, zu Lebzeiten Regierungsmitglied im britischen Oberhaus, erlaubte es sich, Zamorra in den Llewellyn-Clan zu adoptieren. Etwa zwölf Jahre vor seinem letzten »Tod« und der »Wiedergeburt« als Sir Rhett Saris führte er Zamorra und dessen Konkurrenten Torre Gerret zur Quelle. Derzeit lebt Rhett Saris, von Nicole scherzhaft »Lord Zwerg« genannt, mit seiner Mutter, Lady Patricia, im Château Montagne. Die Stammburg, seit Jahrtausenden Ruine und heute als Spooky Castle mit dem darin hausenden Geist von Sir Henry bekannt, und das durchaus bewohnbare Caer Llewellyn (Llewellyn-Castle) stehen derzeit leer, bzw. Caer Llewellyn wird von Julian Peters bewohnt, wenn selbiger sich zwischendurch mal wieder auf der Erde und nicht in einer seiner Traumwelten aufhält.
     Da die auserwählten Unsterblichen eine stetig wachsende Gefahr für die Hölle darstellen, setzen die Dämonen natürlich alles daran, bei jeder »Wiedergeburt« des Erbfolgers diesen zu töten – vom Moment der Schwangerschaft der Mutter an bis zum Erwachen der Para-Kräfte des »neuen« Llewellyn. Das ist die gefährlichste Phase; davor und danach kann er sich durchaus mit seinen magischen Mitteln zur Wehr setzen …
     Der Erbfolger ist Mitglied der Tafelrunde.

SAVE
steht für »Special Anti Vampire Emergency« – eine Einheit des United States Marine Corps, deren Aufgabe darin besteht, in die Vergangenheit zurückzureisen und Menschen vor Blutsaugerangriffen zu retten.
     Die SAVE-Einheit kommt aus dem Jahre 2315. Sie ist in dem Marines-Stützpunkt Camp Lejeune, North Carolina, stationiert. Ihre Mitglieder können entweder allein, mit einer nicht näher beschriebenen Zeitmaschine, oder mit dem VAV in die Vergangenheit reisen. Das VAV (Vampire Assault Vehicle) ist eine eiförmige Kapsel mit diversen Anti-Vampir-Waffen an Bord. Zum Beispiel kann das VAV riesige Weihwassermengen aus Kompressionstanks abwerfen – sehr praktisch, wenn man es mit einer ganzen Vampirarmee zu tun hat …
     Das SAVE-Personal besteht aus:
     Lieutenant Chuck Sabinsky: Ein durchtrainierter, kurzgeschorener Ledernacken-Offizier, der eigentlich ganz sympathisch ist, aber an einer unglaublichen Überschätzung seiner eigenen und der Fähigkeiten des Marine Corps leidet. Er ist mit einem Blaster bewaffnet (Modell »SK 191-B«), dessen Strahlen Vampire von ihrer Existenz erlösen.
     PFC (Private First Class) Julie Matsumoto: Eine zierliche, japanischstämmige Soldatin (ihr schwarzes Haar ist vorschriftsmäßig geschnitten, bedeckt also nur knapp die Ohren). Julie ist intelligenter als ihr Vorgesetzter Sabinsky. Sie kommentiert seine Macho-Tour innerlich und nennt ihn bei sich liebevoll-spöttisch »Chuckie-Boy«.
     Colonel Dwight D. Breitbart: Er ist der Kommandant der winzigen SAVE-Einheit, die nur aus ihm selbst, Julie und Chuck besteht. Ein bärbeißiger, humorloser Marines-Offizier mit eisengrauem Bürstenhaarschnitt.

Die Vampir-Lady Tanja Semjonowa
Eine russische KGB-Agentin mit Para-Fähigkeiten, die bei einem Einsatz von einem Vampir gebissen wurde und dadurch selbst zu einem Blutsauger wurde. Die ihr eigenen Para-Kräfte wehrten sich aber gegen den Vampirkeim, so daß Semjonowa sich gegen den Zwang, Menschenblut zu trinken, erfolgreich wehren konnte. Als sie das erste mal auf Zamorra traf, teleportierte (eine Fähigkeit, die normale Vampir nicht besitzen) sie sich in Panik von ihm weg, landete aber genau in einer Gegend, wo gerade die Sonne aufging, was sie zu Staub zerfallen ließ.
     Monate später, ihre Asche war derweilen in den Erdboden eingesunken, fand genau über ihrer Todesstätte eine kleine Rauferei zwischen Fuchs und Hase statt. Das dabei fließende Blut sickerte in den Boden ein und bewirkte die Wiederbelebung der Vampir-Lady, die fortan gegen ihre Artgenossen und später auch auf der Seite der Zamorra-Crew gegen die Mächte der Finsternis kämpfte.
     Als der Blutdämon Sanguinus damit begann, seine Macht auszubauen, setzte er es sich auch zum Ziel, die abtrünnige Vampirin zu töten, was ihm schließlich nach mehreren Versuchen auch gelang. Die Vampir-Lady war damit die erste in der langen Reihe von toten Mitstreitern aus der Crew um Zamorra. Ihr Grab befindet sich auf dem Grundstück von Zamorras Château Montagne. Gleich daneben wurde das bisher letzte Opfer im Kampf gegen das Böse, Raffael Bois, beigesetzt.
Text: Andy Huber

Shadongooro - Zeichnung: Sebastean Boada Shado
(eigentlich Shadongooro) vom Aborigine-Volk der Yolngu. Er wirkt ca. 30 Jahre alt. Schützling des »Regenbogenmannes« Kanaula, einer Traumzeitgestalt der australischen Ureinwohner. Shado wirkt als eine Art »Katalysator« für Teleportationen, d.h. er kann, in Trance getanzt, jemanden durch die Traumzeit an einen anderen Ort (oder auch in andere Welten und Zeiten) schleusen. Dabei bleibt deren Originalkörper an Ort und Stelle; der Geist wechselt in eine Art handlungsfähige Holografie. Umgekehrt kann Shado manchmal Menschen von anderswoher zu sich träumen, sofern er eine besondere Beziehung zu der jeweiligen Person hat, die aber dann nur als durchscheinendes, handlungsunfähiges Schattenbild erscheint, jedoch mit Shado reden kann, ohne handlungsfähig zu sein; der Originalkörper am Originalort verfällt dabei in eine Art Schlaf.
     Shado wandert zuweilen mit seinem Clan im Outback, um an Traumzeitplätzen an Corroborrees teilzunehmen. Trägt dort fadenscheinige alte, auch schmutzige Hemd & Hose oder geht nackt. In Sydney, wo er eine kleine Mietwohnung im 7. Stock eines Hochhauses hat, bewegt er sich äußerst gepflegt gekleidet. Er besitzt und pilotiert ein Kleinflugzeug (Piper).
     Shado nennt die Druidin Teri Rheken »Silbermondfrau«. Professor Zamorra ist für ihn der »Mann mit dem Silberzeichen«.

Siebenauge
Ein auf dem Silbermond lebendes Krakenwesen mit erstaunlichen Fähigkeiten. Seinen Namen verdankt es sechs kreisförmig um das siebte herum angeordneten Augen; knapp darunter befindet sich ein großer Schnabel. Siebenauge kommunizierte mit anderen Lebewesen durch Telepathie und benutzte alle Wasserwege und Wasseradern auf dem Silbermond, sofern sie irgendwie miteinander verbunden waren. Als nach der Zeitversetzung in Julians Traumwelt der Meegh Ghaagch mit seinem Spider-Raumschiff den Silbermond erreichte und unwillentlich Wahnsinn verbreitete, übernahm Siebenauge dessen Körper und rettete den Silbermond; sein eigener Körper indessen vertrocknete und zerfiel zu Staub, weil er sich dazu auf Land hatte bewegen müssen. Seither lebt Siebenauges Geist unerkannt in Ghaagchs Körper, der allerdings nur durch einen Dhyarra-Kristall 11. Ordnung erhalten werden kann, den Zamorra dem Meegh einst schenkte.

Silvana, die Waldhexe
Silvana hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den brasilianischen Regenwald vor der Zerstörung durch industriellen Raubbau zu schützen. Leider griff sie dabei aber auch sehr oft zu recht radikalen Mitteln. Erst Zamorra, der sich auf der Suche nach seiner in eine Vampirin verwandelten Gefährtin Nicole Duval befand, half ihr auf den »richtigen« Weg. Zum Dank für seine Hilfe versprach sie ihm, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Nicole vom Vampirkeim zu befreien, was sie nach einigen Wochen auch wirklich schaffte. Auch der von Tan Morano mit dem Vampirkeim infizierten Angelique Cascal wollte sie diese Hilfe angedeihen lassen, doch diese flüchtete, bevor die Umwandlung vollendet war.
Text: Andy Huber

Brik Simon
In London geboren, ca. Mitte 30. Mittelgroß, nicht dick, aber auch kein Hungerkünstler. Braune Haare. Autor von populärwissenschaftlichen Werken über die Parapsychologie. Simon ist empathisch begabt – er fühlt schwarzmagische Aktivitäten, muss allerdings passiv bleiben, da er selbst über keinerlei Magiepotential verfügt.
     In England lernt er die aus Deutschland stammende Tina kennen und lieben. Sie heiraten, ziehen in Tinas Heimat ... das feuchte Sauerland, in das Dorf Nassen, Kreis Schmallenberg. Sie beziehen dort das leerstehende Pfarrhaus. Vier Jahre später verschwindet Tina spurlos. Brik glaubt, dass sie irgendwann zurückkommt, bleibt daher in Deutschland wohnen.
     Gemeinsam mit Zamorra bekämpft er die Schwarze Hand von Tarnfeld und ist dabei, als ein Weltentor quasi vor seiner Haustür erscheint.
     Als ausgerechnet unter Briks Haus die Wurzel einer weißen Stadt aktiv wird, ruft Simon erneut Zamorra zu Hilfe. Sie schaffen es – mit Laertes’ Hilfe –, die Wurzel einzudämmen. Sabeth, die ehemalige Königin der afrikanischen Vampire, bleibt schließlich als Untermieterin in Briks Haus, denn sie ist die Hüterin der Wurzel.
     Brik Simon hat sich mit den typisch deutschen Gepflogenheiten arrangiert, hat viele Freunde im Dorf Nassen. Dennoch würde er gerne zurück nach England – auch wenn es da ja auch dauernd regnet ...

Colonel Christopher Sparks
»Königlicher Geisterjäger Ihrer britannischen Majestät«. Trotz des Titels Geisterjäger beschränkte sich sein Einsatz jedoch nicht nur auf Geister. Er jagte auch alles andere unnatürliche Kroppzeugs, nicht nur in Großbritannien, sondern überall im Commonwealth und dem nichtbritischen Rest der Welt. Und er war der absolute Chaot, der von einer Slapstick-Situation in die andere stolperte – und seltsamerweise trotzdem immer wieder Erfolg hatte. Pfeifenraucher, Schachspieler, Cognac-Genießer.
     Den heldenhaften Kampf gegen eine monströse Werschnecke im Dortmunder Untergrund überlebte er allerdings nicht – wiewohl die Werschnecke sich an ihm den Magen verdarb und verstarb.

Khira Stolt
war Biologin und Elektronikexpertin im Dienste von Tendyke Industries. Sie stammt aus Finnland, wo sie auf dem Hof ihrer Eltern glücklich aufwuchs, bis Sarkana und seine Vampire erschienen und die Menschen wie Vieh hielten. Sarakana ließ Experimente an den Menschen durchführen, um den Nährwert des Blutes zu erhöhen. Khira wurde als Einzige von den Vampiren in Ruhe gelassen, da sie unter dem Schutz des Vampirs Dalius Laertes stand. Unbemerkt pflanzte Dalius Sarkanas' Gene in Khiras schwangere Mutter ein. In Situationen, wo Khira dem Vampirfürsten gegenüberstand, begann sie blutige Tränen zu weinen, die eine ultimative Waffe gegen den Vampir-Dämon darstellten und aus ihm jeweils eine hilflos, wimmernde Gestalt machten. Als Sarkanas Experimente fehlschlugen, richtete er ein Massaker zwischen den Vampiren und Menschen an. Nur Khira und Dalius entkamen.
     Khira wuchs zu der stattlichen Größe von 133,5 cm heran, denn sie litt am Silver-Russel-Syndrom, einer Fehlbildung, bei der es zu Minderwuchs kommt.
     Sie war kurzzeitig mit Dr. Artimus van Zant liiert. Van Zant, Zamorra und Nicole lernten die Wissenschaftlerin in Rom kennen. Dort wurde Khira von dem Blutzwang schwer getroffen, den Sarkana aussandte.
     Kurze Zeit später zwang Sarkana einen Bildhauer, der mit Khira befreundet war, eine Statue von ihm anzufertigen. Diesem Abbild von sich pflanzte Sarkana einen Teil von sich selbst ein und sorgte dafür, dass Khira die Spur zu dem Atelier des Bildhauers aufnahm. Van Zant, Zamorra und Nicole folgten der Finnin. Van Zant konnte den Vampir-Dämon mit einem Meißel, an dem Bluttränen klebten, schwer verletzten. Kurz darauf erschien Tan Morano und entführte Khira nach Korsika, wo er sie als Waffe gegen Sarkana nutzen wollte. Doch mit Hilfe der 14jährigen Korsin Mirjad floh sie aus der Gefangenschaft. Sarkana nahm die Spur auf und griff mit einer Vampirarmee an. Dabei wurde der Körper der Kleinwüchsigen zerschmettert. Kurz vor ihrem Tod stach sie etwas in die Hand von Artimus van Zant. Welchem Zweck diese Aktion dient, bleibt zunächst ungeklärt.
     Khira bekam ein Begräbnis in Finnland. Dalius Laertes tauschte das schlichte Holzkreuz gegen einen Grabstein aus, der die Form einer blutigen Träne besitzt. Seitdem heißt der Friedhof in der Umgebung nur: Ort der Blutträne.
Text: gruselromane.de

T'Carra - einst ..., Zeichnerin: Nicole Erxleben T'Carra
Kind von Zorak, einem Mitglied der mächtigen Dämonensippe der Corr, deren momentaner Anführer Zarkahr ist, der sich trotz seines vom Rest des Clans unterscheidenden Aussehens auch DER CORR nennt. Die Corr haben sich im Laufe der Äonen von der typischen Teufelsgestalt, wie sie Lucifuge Rofocale und Zarkahr besitzen, zu stark menschenähnlichen Wesen mit spitzen Ohren entwickelt.
T'Carra - jetzt ..., Zeichner: Vicente Ballestar      Der wie alle Corr eingeschlechtliche Zorak ist der Elter von T'Carra. Damit die Geburt eines Corr reibungslos funktioniert, muß ein bestimmtes Ritual durchgeführt werden, bei dem in diesem Fall Professor Zamorra störend dazwischenkam. Auf diese Panne ist es zurückzuführen, daß T'Carra mit einer Gestalt geboren wurde, die stark an die Urform der Sippe erinnert, welche diese längst verabscheut.
     Später, nach Zoraks Tod, verwandelte T'Carra sich zu einem elfenähnlichen Schmetterlingsmädchen und entwickelte Para-Fähigkeiten, die ein wenig an die des Träumers Julian Peters erinnerten.
     Zamorra brachte es trotz ihrer dämonischen Herkunft nicht fertig, sie zu töten, zumal sie sich ihm gegenüber nie feindselig verhielt. Zuletzt lebte sie bei Julian auf dem Silbermond, wo sie infolge eines durch Julians Egoismus gescheiterten magischen Experiments ums Leben kam.

Bild: WKG Taran
Amulettwesen, tritt in Gestalt eines jungen Mannes auf. Entstanden ist er als künstliches Bewußtsein, das sich in Merlins Stern, Zamorras Amulett, bildete und es später verließ, um einen eigenen Körper zu entwickeln. Dies war ein langer Prozeß, der Zamorra erst auffiel, als das Amulett begann, sich gelegentlich auf telepathischem Wege mit zumeist spöttischen Bemerkungen und Hinweisen zu Wort zu melden.
     Seit seiner Trennung von Merlins Stern ist Taran nur noch selten in Erscheinung getreten.
     Er hat in seiner Originalgestalt leichte Ähnlichkeit mit Julian Peters. Aber wenn er teleportiert (er nennt das: »Ich sende mich«), nimmt er zunächst das Aussehen/die Gestalt der Zielperson an, auf die er sich konzentriert hat. Er kann das später mit etwas Para-Mühe rückgängig machen. Taran konzentriert sich auf Person und Ort, wobei die Person vorrangig ist. Wenn die Person zwischenzeitlich den Ort wechselte, nimmt er die Gestalt einer anderen dort noch vorhandenen Person an. Kleidung kann er dabei nicht kopieren, sondern muß sie selbst erzeugen.
     Er fürchtet seine »Amulettschwester« Shirona, die aus dem 6. Amulett entstand, zumal sie mehrfach versuchte, ihn zu vernichten.

Robert Tendyke Robert Tendyke
Im Jahr 1495 wird Roberto als Sohn der Zigeunerin Elena und des Fürsten der Finsternis Asmodis geboren. Er verabscheut seinen dämonischen Vater, den er stets nur als »Erzeuger« tituliert, und versucht einen anderen Weg zu gehen. Im Laufe der Zeit erkennt er, daß er die ihm in die Wiege gelegten Fähigkeiten aber durchaus auch zum Positiven nutzen kann; er ist in der Lage, die Geister von Toten (Gespenster) zu sehen wie reale Personen, und er kann seinen eigenen Tod überleben – wenn er eine bestimmte Zauberformel und an den »Schlüssel« denkt, kann er im Moment des Sterbens zur Feen-Insel Avalon neben der Zeit wechseln, wo seine Verletzungen geheilt werden; danach kehrt er zur Erde zurück und kann entweder in seiner bisherigen oder in einer anderen Identität weiterleben.
     Was er denn auch häufig tat. Seine bisherigen Inkarnationen, soweit bekannt, sind Robert deNoir (ab 1516), Robert deDigue (etwa 1650–1690), Robert vanDyke (um 1697), Ron Dark (»ermordet« 1725), Royce Bane, (als Werwolf »verstorben« 1911), ferner Roi deVil und Rocco diSinistro.
     Heute tritt er als Robert Tendyke auf. Er hat ein weltumspannendes Wirtschaftsimperium geschaffen, die Tendyke Industries, allerdings ohne besonders auf Reichtum und Kapitalismus fixiert zu sein. Er will nur, wie er sich schon als Zigeunerjunge Roberto geschworen hat, »nie wieder arm sein«! Es reicht ihm völlig, stets genau so viel Geld in der Tasche zu haben, wie er gerade benötigt. Weniger darf es allerdings nicht sein.
     Anno 1680 fand seine private Landnahme im heutigen US-Bundesstaat Florida statt; daraus entstand das jetzige Tendyke's Home im Dade County, nahe Miami und unmittelbar am Rand der Everglades, wo er heute zusammen mit den Peters-Zwillingen lebt – wenn er denn zwischendurch mal daheim ist.
     Tendyke kann sein Zigeunerblut nicht verleugnen; er ist ein Abenteurer, der die Gefahr sucht. Das Management seiner Firma überläßt er Fachleuten wie Rhet Riker und strolcht stattdessen in der Welt herum, begleitet Expeditionen zu den letzten weißen Flecken auf den Landkarten oder kämpft zusammen mit Professor Zamorra und anderen gegen Dämonen und andere Bedrohungen. Er trägt, selbst bei unvermeidlichen geschäftlichen Besprechungen, grundsätzlich Leder im Country-Stil – von den Cowboy-Stiefeln bis zum Stetson.
     Robert Tendyke ist Mitglied der Tafelrunde.

Thor von Asgaard
Ein Ewiger, der einst auf der Erde lebte, es aber vorzog, gemeinsam mit dem ERHABENEN Zeus nach dessen Abdankung in der Straße der Götter zu leben. Als die Straße der Götter von der Invasionsflotte des ERHABENEN Eysenbeiß vernichtet wurde, starb Thor wie fast alle anderen dort lebenden Ewigen aus Zeus' einstiger Gefolgschaft.

Michael Ullich
Anfangs Bodyguard des Konzernerben Carsten Möbius, wurde er alsbald zu dessem Freund und Mitstreiter bei gemeinsamen Abenteuern mit Professor Zamorra. Der Schürzenjäger Ullich war die Reinkarnation des Kriegers Gunnar mit den drei Schwertern, der in ferner Vergangenheit schon gegen den atlantischen Schwarzzauberer Amun-Re kämpfte und auch in der Gegenwart das Zauberschwert Gorgran besaß. Als Carsten Möbius die Führung des von seinem Vater gegründeten Konzerns übernehmen mußte, wurde Ullich nach Wirtschaftswissenschaft-Privatstudium die »rechte Hand« seines Freundes und unterstützte ihn in der Geschäftsleitung.
     Anläßlich der »666-Krise« waren er und Carsten allerdings wieder mit von der Partie, als es darum ging, Amun-Re endgültig auszuschalten. Im Frühjahr 2001 kamen Carsten Möbius und Michael Ullich bei dem Versuch, Zamorra und seine Gefährtin Nicole Duval aus der Spiegelwelt zu befreien, ums Leben.
     Michael Ullich war Mitglied der Tafelrunde.

Vali, Zeichnung: Del Nido Vali
Silbermond-Druidin, die aus dem Bereich »jenseits des Lebens« auf den Silbermond zurückkehrte und von dem inzwischen toten Kälte-Priester Rrach, einem Sauroiden, so stabilisiert wurde, daß sie ohne ihren Lebensbaum existieren kann.

William
Butler von Lady Patricia Saris, der Ehefrau des verstorbenen, aber in seinem Sohn Rhett wiedergeborenen Lord Bryont Saris ap Llewellyn. Er ist eine absolut treue Seele und diente schon dem alten Lord persönlich. Nachdem er mit seiner Arbeitgeberin und ihrem Sohn nach Château Montagne übersiedelte, unterstützte er Raffael Bois unauffällig, dessen hohes Alter sich immer stärker bemerkbar machte. Als er eines Tages vor Château Montagne einen Jungdrachen aufliest, »adoptiert« er ihn kurzerhand und tauft ihn, ob seiner Tolpatschigkeit, »Mister MacFool«, kurz Fooly. William fühlt sich verantwortlich für Fooly und versucht verzweifelt, ihn zu erziehen, um die von diesem versehentlich verursachten Schäden zu reduzieren.
William gibt sich (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) stets britisch vornehm-korrekt-steif.

Gevatter Tod – Bild: WKG Padrig YeCairn
Seines Aussehens wegen auch »Gevatter Tod« genannt. Der Krieger und Philosoph stammt aus einer geteilten Welt, an die er nur wenige Erinnerungen hat und zu der er auch keine Rückkehrmöglichkeit findet, da er nicht weiß, wie er aus ihr herausgerissen wurde. Er weiß nur, daß er einst ein Ausbilder von Kriegern war und mit Dämonen zu tun bekam. Derzeit lebt er auf dem Silbermond und arbeitet dort mit den Sauroiden und Julian Peters zusammen. Es gelang ihm bereits, die abgestorbenen Organhäuser der Silbermond-Druiden zu neuem Leben zu erwecken. Der sich über Jahre hinziehende Versuch, auch die Lebensbäume der Druiden wieder zu wecken, wurde allerdings durch Julians Egoismus zum Fiasko und führte zur Zerstörung der meisten Bäume sowie in der Folge zum Tod des Corr-Mädchens T'Carra.

Dr. van Zant – Bild: WKG Dr. Artimus van Zant
stammt aus Jacksonville, Florida, USA. Doktor der Physik. Begeisterter Elektroniker. 42 Jahre alt, Geschieden. 195 cm groß und trotzdem etwas zu klein für sein Gewicht. Southern-Rock-Fan; trägt standesgemäße »Doktoren-Klamotten«; hat vorne kaum Haare, im Nacken jedoch einen langen Zopf, der ihn »freakig« erscheinen läßt. Absoluter »Fleischfresser«. Benimmt sich eher nicht wie ein Doktor ...
     Nachdem seine frühere Ehefrau Julie Skinner durch die Spider-Strahlung dem Wahnsinn verfallen ist, steigert er sich in Haßgefühle hinein, die sich auf die DYNASTIE DER EWIGEN beziehen.
     Leitet seit Herbst 2003 die geheime Abteilung der Tendyke-Industries zur Erforschung von außerirdischer Technologie.
     Bekommt eine Ausbildung von Zamorra und Nicole zum Spider-Piloten.
     Verliert beim entscheidenden Kampf gegen Sarkana seine (Beinahe-)»Lebensgefährtin« Khira Stolt – die ihm »ETWAS« in seine LINKE Hand injiziert. Seither kann er Vampirspuren »sehen« und ihnen folgen. Außerdem ist er dadurch ein passiver Teleporter.
     In der Weißen Stadt Armakath wird er von der dortigen Wächterin gestellt – sie sieht in van Zant einen großen Krieger, der Schild und Speer in sich trägt. Sie prophezeit, dass van Zant für die Stadt kämpfen wird – irgendwann.

Die Zeitlose, Zeichnung: Sebastean Boada Die Zeitlose
Eine stets jung wirkende, blauhäutige Frau mit Schmetterlingsflügeln und schockgrünen Druidenaugen, die nackt auf einem blauen Einhorn reitet. Als sie auf dem Silbermond dem in die Vergangenheit versetzten Merlin begegnet, nennt sie sich Morgana leFay. Aus beider Verbindung entstand Merlins Tochter Sara Moon. Die Zeitlose selbst entsprang der Paarung eines MÄCHTIGEN und eines Ewigen. Sie ist losgelöst von Raum und Zeit, in sich selbst versehen mit der Macht der Dhyarra-Kristalle. Sie kann sich in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft bewegen – bis zu dem Zeitpunkt, in dem sie Merlin in einen Kokon aus gefrorener Zeit einspann und damit für lange Zeit in Stasis versetzte, woraufhin Merlins dunkler Bruder Asmodis sie im Zorn über diese Tat erschlug.






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