Die anderen Welten



Avalon
Eine nur von Frauen Priesterinnen und Novizinnen bewohnte Insel. Zuweilen auch »Feeninsel« oder »Insel neben der Zeit« genannt. Dorthin zu gelangen, ist fast unmöglich. Avalon entschwindet allmählich im Nebel der Zeit immer weiter aus dieser Welt. Angeblich soll hier König Artus beigesetzt worden sein, doch dazu äußern sich weder der Zauberer Merlin noch »die Herrin vom See«, die das Geschehen auf der Insel bestimmt.
     Wenn Robert Tendyke, der Sohn des Asmodis, sich in extremster Todesgefahr befindet (z.B. erschossen, erstochen oder sonstwie getötet wird) und er noch genügend Zeit findet, kann er sich auf einen Zauberspruch und den Schlüssel konzentrieren und gelangt so im Moment des Sterbens nach Avalon, wo er ins körperliche Leben zurückgeholt wird. Diese Gabe ist ein gemeinsames Geschenk der Brüder Asmodis und Merlin, um ihm eine Art von Quasi-Unsterblichkeit zu sichern.
     Wenn er danach in die Welt der Menschen zurückkehrt, kann er sich an nichts von dem erinnern, was in Avalon geschah.

Zeichnung: Boris Vallejo Drachenland
Eine Welt, die bislang noch von keines Menschen Fuß betreten wurde. Ihr entstammt der Jungdrache Fooly. Er wurde einst von den Unsichtbaren entführt, um seinen Elter unter Druck zu setzen. Bei dem Versuch, Fooly zu befreien, wurde der Elter-Drache getötet.
     Den für Menschen nicht nachvollziehbaren Gesetzen des Drachenlands zufolge darf der verwaiste Jungdrache erst dann ins Drachenland zurückkehren, wenn er erwachsen ist, weil es dort niemanden mehr gibt, der sich um ihn kümmern kann.
     Über das Drachenland selbst ist bislang noch so gut wie gar nichts bekannt außer eben, daß dort die Drachen leben, in ständiger Rivalität mit den Kobolden aus der Koboldwelt. Die Drachen sind eingeschlechtlich, also Mutter und Vater zugleich. Sie legen Eier, aus denen junge Drache schlüpfen und langsam heranreifen. Das kann Jahrhunderte dauern.
     Bevorzugte Speise mancher Drachen, unter anderem auch Foolys, sind in Wendelkraut gewendelte Schleichhasen. Dabei handelt es sich um löwengroße, hasenähnliche und sehr gefährliche Raubtiere, die nur mit einem kräftigen Biß in den Stummelschwanz betäubt werden können. Um schmackhaft zu sein, müssen sie lebend gekocht werden. Sowohl Schleichhasen als auch Wendelkraut gibt es erstaunlicherweise auch in Merlins Zauberwald Broceliande.

Echsenwelt
Vor langer Zeit führte Ghot Iyahve, damaliger ERHABENER der DYNASTIE DER EWIGEN, das Experiment »Weltenschöpfung Götterwind« durch. Von einer um 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit gesetzten Zeitstation wurde der Planet Gaia im Sonnensystem Helios (in menschlichen Begriffen die Erde) »gedoppelt«. Das Planeten-Double glitt dabei in eine andere Dimension hinüber. In der per Zeitraffer-Verfahren von den Ewigen beobachteten Folge starben auf der Erde Gaia nach dem Einschlag des einstmals umlaufenden zweiten Mondes die Saurier aus, die bis dahin die dominierende Spezies waren, und die Säuger erhielten ihre Chance. An ihre Spitze traten bald die Primaten und schließlich die Menschen. Diese Entwicklung war vorgegeben und mußte unaufhaltsam stattfinden.
     Das Planeten-Double dagegen wurde zur »Echsenwelt«. Hier gab es keinen Mondeinschlag, hier entwickelten die Saurier sich weiter, während die Säuger zur Bedeutungslosigkeit verkümmerten. Aus den Sauriern wurden schließlich die Sauroiden, menschenähnliche, aufrechtgehende Reptile von hoher Intelligenz.
     verschob sich das Verhältnis immer mehr zugunsten der Erde. Das hatte einen immer rascher fortschreitenden Auflösungsprozeß der Echsenwelt zur Folge. Mit dem Anstieg der Entropie veränderte und beschleunigte sich allerdings auch der Zeitablauf der Echsenwelt, aber noch bedeutender war die Anhebung des magischen Niveaus, das das der Erde schließlich weit übertraf. Das bedeutet: ein lausiger Sauroiden-Zauberer kann auf der Erde Unglaubliches bewirken, während umgekehrt der beste Menschen-Magier in der Echsenwelt gerade mal ein paar Funken sprühen lassen kann ...
     Als den Sauroiden das drohende Ende ihrer Welt bewußt wurde, kam es zur Gründung der Priesterschaft der Kälte. Sie verbindet Religion mit Wissenschaft, geht aber recht skrupellos bei der Durchsetzung ihrer Ziele vor. Der Kälte-Kult versuchte, ein Dimensionstor zu öffnen, um den Sauroiden die Flucht in eine andere, stabilere Welt zu ermöglichen. Unter dem Oberpriester Orrac Gatnor von den Sümpfen gelang es schließlich, die Erde zu kontaktieren. Es kam zu Konflikten, bei denen der »Polizeichef« der Sauroiden, Reek Norr, versuchte, den teils mörderischen und ethisch keinesfalls tolerierbaren Eifer der Kälte-Priester zu dämpfen.
     Mit Hilfe des Träumers Julian Peters wurden kurz vor der endgültigen Zerstörung der Echsenwelt rund 1 Million überlebender Sauroiden zum Silbermond evakuiert. Orrac Gatnor verschlug es zur Erde, wo er wenig später ums Leben kam.

Hölle
Navigationshinweis: Sollte es Sie aus »Giesa's Jagdrevier« in die Hölle, also auf diese Seite, verschlagen haben und Sie ärgerlicherweise sofort zurückwollen, statt sich erst mal in aller Ruhe hier im »Professor ZAMORRA«-Universum umzuschauen, beten Sie inständig zum Webdepp dieser Seiten, bieten ihm Ihre Seele so billig wie möglich zum Schlußverkauf an, klicken hier und hoffen, daß es mit der Rückkehr in »Giesa's Jagdrevier« tatsächlich klappt )
Die Hölle ist alles andere als das, was christliche Lehren uns vorgaukeln. Sie ist eine real existierende andere Welt, nur einen winzigen Schritt von uns entfernt und doch nur durch Weltentore oder mittels Magie zu erreichen. Sie ist teilweise relativ instabil in ihrer Struktur, verändert sich in jenen Zonen ständig. Wo heute noch Wege durch Feuer, Lava oder Felshöhlen führen, ist morgen das völlige Nichts und umgekehrt; bewohn- oder begehbare Bereiche werden lebensfeindlich, an anderen Stellen entstehen Sphären, in denen nicht nur Dämonen und Teufel, sondern auch Menschen leben könnten. Gewaltige Landschaften unter unerreichbarem, sonnen-, mond- und sternenlosem Firmament, riesige Höhlen, enge Kavernen und gewundene Gänge, reißende Ströme von Wasser und Lava, frostklirrende Zonen, glühende Wüstenei wechseln sich ab. Und sie ist ein Bollwerk und Zentrum Schwärzester Magie
Die Fürstin der Finsternis -- Zeichnung: Maroto/WKG      In den »Schwefelklüften«, den »sieben Kreisen der Hölle« oder wie auch immer man es nennen mag, haben sich Dämonen der Schwarzen Familie ansässig gemacht, angeführt von ihrem KAISER LUZIFER doch selbst manchem Dämon scheint er nur eine Legende zu sein, verbirgt er sich doch stets hinter einer undurchdringlichen Flammenwand. Andere, wie sein »Ministerpräsident« Astardis, der Nachfolger des vom Dunklen Lord getöteten Lucifuge Rofocale, zeigen sich wenigstens bisweilen anderen Dämonen oder der menschlichen Öffentlichkeit und stellen damit ihre Existenz nachhaltig unter Beweis.
     Die Schwarze Familie, die vom Fürsten der Finsternis regiert wird, ist ein Zusammenschluß zahlreicher Dämonensippen unterschiedlichster Art, zwischen denen es aber durchaus Rivalitäten gibt z.B. sehen die Vampire sich als die absolute Elite und Krönung der teuflischen Schöpfung Jeder intrigiert gegen jeden, und der Fürst hat die undankbare Aufgabe, sie alle irgendwie zusammenzuhalten und nebenbei seine eigene Stellung zu sichern Daneben gibt es noch unzählige Scharen von mehr oder weniger mächtigen Dämonen und Teufeln, die keiner Sippe angehören, ferner Spukerscheinungen, Irrwische, Geister und die brennenden Seelen der Sünder, die im Ewigen Feuer qualvoll glühen.
     Gemeinsames Ziel aller ist es, Menschenseelen zum Bösen zu verführen, Macht über sie zu gewinnen um sich schließlich am Seelenfeuer zu delektieren. Doch auch die Hölle hat Feinde. Da ist die DYNASTIE DER EWIGEN, deren Herrschaftsansprüchen die Hölle als Hemmschuh im Wege steht, und da sind die MÄCHTIGEN, die niemanden neben sich dulden wollen und Menschheit, Ewige und Höllenmächte gleichermaßen auszulöschen bestrebt sind.
     Aber bekanntlich ist in der Hölle der Teufel los

Kahon
Eine Sonne mit sechs Planeten. Auf dem zweiten, Kemran, lebt der Wächter der Schicksalswaage.
In einer eisumschlossenen Höhle am Grund eines Berges auf Munar, dem vierten Planeten, befindet sich eine der Regeneration dienende Tiefschlafkammer mit einer muldenartigen Vertiefung im Boden auf einer Ruheplatte, in welcher der Wächter in der Regenerationsphase schläft. Die eiserstarrte Welt durchmißt nur 9148 Kilometer und besitzt eine dünne, für Menschen tödliche Atmosphäre. Die Gravitation des Planeten beträgt 0,92 Gravos. Stürme, wie sie noch kein Mensch erlebte, fegen über die Oberfläche. Munar hat noch keine Intelligenzwesen hervorgebracht, die Werkzeuge verwenden. Die Hayan, bärenähnliche Tiere von eineinhalb Meter Größe, stellen die intelligenteste Spezies des Planeten dar.

K'oandar
Mittels der Regenbogenblumen erreichbarer vierter von sechs Planeten einer blauweißen Doppelsonne. Etwas kleiner als die Erde, etwas weniger Schwerkraft. Ein großer Teil des Planeten wurde wie von einem Schwarm Riesen-Piranhas »aufgefressen«. Schuld daran sind »D'Halas Seelen-Tränen«, die erst zur Erde gebracht wurden, dann aber wieder nach K'oandar zurückkehrten. Die caltarische Zauberin Seanzaara und ihre Leute versuchen, die Entropie zu stoppen.
Der Planet wird von den Caltaren bewohnt. Dieses Volk ist humanoid; sie ähneln im Aussehen etwas den Steinzeitmenschen, haben eine tiefbraune bis schwarze Haut, dunkle Augen liegen hinter knochigen Wülsten verborgen. Durchschnittsgröße 1,60 Meter, meist schmal, sie wirken ausgemergelt, verfügen aber über enorme Kräfte.
D'Halas Seelen-Tränen sind die manifestierte magische Energie gestorbener Zauberer dieser Welt und sind schuld an der fortschreitenden Auflösung. Seanzaara baute an der »Mauer der Schmerzen« ihres Volkes ein Mosaik aus leuchtenden Steinen. Dadurch hofft sie, den Entropievorgang aufzuhalten. Diese Steine sind die materialisierten (»zeitlich eingewebten«) Seelen von Mitgliedern einer Para-Sekte ihres Stammes.
Der Zauberer Merlin benötigte die Tränen, um den Jungbrunnen seines Zauberwalds Brocéliande zu restaurieren, um den Zugang nach Avalon wieder zu ermöglichen.

Zeichnung:Maroto/WKG Koboldwelt
Eine verwüstete Wüstenwelt mit wenig Vegetation, kaum vorhandener Tierwelt und vielen Trümmern. Bewohnt von Kobolden, deren Anzahl sich allerdings schon allein der Lebensfeindlichkeit ihrer Welt zufolge in Grenzen hält. Die meisten Kobolde sind männlich, blauhäutig, strubbelhaarig und häßlich sowie verschlagen, hinterlistig, hinterhältig und feige. Die wenigen weiblichen Exemplare, zu denen Ixi und ihre Schwestern zählen, sind dagegen ausnahmslos sexy allerdings verraten sie alle, Frauen wie Männer, ihre Abstammung durch ihre spitzen Ohren.
     Kobolde reisen vermittels Regenbogen; wo immer irgendwo ein Regenbogen entsteht, kann es sein, daß ein Kobold aus seiner Welt zu uns kommt oder unsere Welt verläßt und heimkehrt - oder auch jede andere beliebige erdähnliche Welt. Und ebenso können die Kobolde Regenbogenblumen benutzen, die auch in ihrer Welt wachsen.
     Und zwischen ihnen und den Drachen aus dem Drachenland herrscht eine herzliche Feindschaft.
     Die Fauna besteht aus recht wenigen Spezies. Da wäre der Pschrtritzel, der wie eine Kreuzung von Bassett-Hund und Krokodil aussieht, äußerst plump, sozusagen ungestalt. Ixi hat einen Pschrtritzel, der auf den Namen »Gonzo« hört wenn er will ... Er ist ockerfarben mit rosa Flecken. Der Pschrtritzel hat rudimentäre Stummflügel, die jedoch keinem praktischen Zweck mehr dienen. Durch schwache magische Fähigkeiten, die er instinktiv einsetzt, vermag er jedoch die Schwerkraft so zu vermindern, dass er durch flügelschlagähnliche Bewegungen seiner großen Schlappohren kurze Strecken zu fliegen vermag. Ixis Liebling hat ein faltiges Gesicht und Triefaugen.
     Ferner haben wir die Brummsummsel: eine handgroße, regenbogenfarbige Libellenart. Gefährlich, kann stechen, tritt in Schwärmen auf. Zudem die Hornschrexe (nicht verwandt mit der legendären Panzerhornschrexe), die sich wie ein Bohrer selbst durch härtestes Gestein fräst. Ihr Aussehen gleicht einem hartschaligen Wurm mit einem rotierenden Hornbohrer oder Bohrhorn vorne am Kopf. Erzeugt, wenn sie unter jemandem bohrt, schrille Geräusche, ist aber normalerweise nur unterirdisch aktiv.
     Und dann ist da noch der Kalkdrache. Groß, häßlich, geflügelt, relativ zerbrechlich. Wenn man ihm einen Stein mit Wucht an den Kopf wirft, bricht etwas ab. Der Kalkdrache ist sehr groß und frißt auch Pschrtritzel.
     Anstelle von Bäumen gibt es in der Koboldwelt riesige Pilze. Ein großer Pilzwald auf der Koboldwelt ist der Brmpflwald.
     Die Kobolde können in ihrer Welt außer mit Regenblumen, die wohl nur an einer Stelle wachsen, mittels Kreisen mit regenbogenfarbenem Rand magische Sprünge vollführen. Wenn es was ganz Wichtiges gibt, halten sie ein »Thing« ab.
     Die Koboldwelt steht unter dem Schutz des Asmodis einst wie jetzt.

Kristallplanet
Der eigentliche Regierungssitz der DYNASTIE DER EWIGEN, mit dem Kristallpalast als Zentrum. Die galaktischen Koordinaten dieses Planeten sind nur den Ewigen bekannt.

San
Name der Zentaurenwelt, auf die Merlin einst magische Wesen und Menschen brachte, um sie vor Caesars Truppen in Sicherheit zu bringen. Die Welt war tausend Jahre in eine Tag- und eine Nachthälfte gespalten, die beide Gruppen voneinander trennten. Jetzt leben sie wieder zusammen, allerdings mit großen Spannungen.

Sangu
Sangu, die Welt der roten Sonne, war einst die Heimatwelt von Sanguinus, dem Blutdämon. Die Bevölkerung bestand größtenteils aus Menschen, die aber unter der gnadenlosen Knechtschaft von Sanguinus und seiner Vampirhorden standen. Um eine totale Kontrolle über die Bewohner von Sangu zu erhalten, hatte der Blutdämon die ganze Welt mit einem magischen Kontrollnetz durchzogen, welches ihn über alles informierte, was in seinem Herrschaftsbereich geschah. Dieses Netz funktionierte des weiteren auch als Teleporternetz, durch welches seine Schergen ohne Zeitverlust an ihren jeweiligen Zielort reisen und aktiv werden konnten.
(Text: Andy Huber)

Silbermond
Die Heimat der Silbermond-Druiden, einst im System der Wunderwelten eine derselben umkreisend, befindet sich in Julians Traumwelt und um 15 Minuten in die Zukunft versetzt. Die ca. 1 Million Sauroiden haben ihr (entropisch verursachtes) Magie-Niveau bei ihrer Evakuierung von der zerfallenden Echsenwelt mit auf den Silbermond genommen. Dadurch kam es hier zum Absterben der Organhäuser und zu Effekten wie z.B. das Wiederauftauchen von Orrac Gatnor und seinem Kälte-Kult ...
Zeichnung: Massimo/WKG      Ursprünglich war der Silbermond eine kleine Welt, ein silbern strahlender Mond, der im System der Wunderwelten einen Planeten von doppelter Jupiter-Größe umkreiste. Alles basierte auf Weißer Magie. Das Zusammenleben der Druiden in ihren variablen und mit Gedankenkraft magisch in ihrer Architektur formbaren Organhäusern funktionierte in Form eines lockeren, total gleichberechtigten Nebeneinanders. Aufgrund telepathischer Rapporte entfiel das Hemmnis mangelnder Kommunikation und mangelnden Verständnisses, das eine derartig perfekte Form der Demokratie bei uns Menschen verhindert.
     Auf dem Silbermond besitzt bzw. besaß jeder der Druiden seinen persönlichen Lebensbaum. Stirbt der Druide, verdorrt der Baum. Umgekehrt gilt das gleiche. Und: berührt jemand den Lebensbaum, entzieht er ihm die Kraft und dem Druiden die Seele. In der Nähe des Haines der Lebensbäume gibt es das Tote Wasser, einen See, den Friedhof der Druiden, in welchem unter einer magischen Schutzglocke die toten Druiden in Bernsteinsärgen ruhen. Weshalb allerdings die Silbermond-Druiden Gryf ap Llandrysgryf und Teri Rheken keine Lebensbäume besitzen und dennoch existieren, darauf gibt es bislang keine Antwort.
     Für bequeme, größere Reisen wurden, um nicht unnötig Kraft für zeitlose Sprünge, also Teleportationen, zu vergeuden, Transportvögel gezüchtet. Dabei handelte es sich ursprünglich um schnelle, große, ausdauernde Raubvögel, die in einem Jahrhunderte währenden Vorgang so verändert wurden, daß sie in ihrem Körper von außen zugängliche »Kammern« besitzen, in denen Lebewesen und auch Lasten Platz finden. Eine Steuerung über Nervenkontakte erübrigt die Dressur. Dabei reagiert der Vogel nur auf Befehle seines rechtmäßigen Besitzers; jeden anderen wirft er hinaus.
Zeichnung: Massimo/WKG      Durch eine Aktion der Meeghs, des Hilfsvolks der MÄCHTIGEN, entartete die Sonne des Wunderweltensystems. Die Wunderwelten wurden lebensfeindlich. Der Silbermond war die letzte Bastion gegen diese Entartung, und die Seelen der Druiden schlossen sich zusammen und opferten sich, um mit der Macht ihrer gemeinsamen Magie den Silbermond aufzuladen und in die entartete Sonne zu steuern, die darauf zur Supernova wurde und das gesamte Wunderwelten-System zerstörte, womit der Plan der MÄCHTIGEN scheiterte, das System zu kontrollieren.
     Somit war aber auch der Silbermond vernichtet.
     Das gefiel Merlin nicht, und über viele Jahre sparte er Energie auf (und entzog auch seinem Dunklen Bruder Asmodis Energie, allerdings ohne dessen Wissen!), um eine Zeitveränderung vorzunehmen und den Silbermond im Augenblick des zerstörerischen Kontakts mit der entarteten Sonne aus der Vergangenheit des damaligen Geschehens in die Gegenwart zu retten. Daraus resultierte ein Paradoxon: auf der einen Seite wurde der Silbermond zerstört, auf der anderen aber gerettet. Zudem beging Merlin dabei den Fehler, die gesammelte Magie in ihrer Stärke falsch zu berechnen, so daß der Silbermond zunächst in die Zukunft (Jahr 2058) versetzt wurde; durch das Zeitparadoxon hatte sich das Universum bis dahin in eine reine Hölle verwandelt. Zamorra und seinen Freunden gelang es, diesen Fehler zu korrigieren, und der Silbermond existiert seither um jetzt 15 Minuten in der Zukunft und zugleich in einer von Julians Traumwelten. Dadurch wird das Paradoxon aufgehoben. Sollte aber Traumwelt und Zeitverschiebung aufgehoben werden, dann ...

Zeichnung: Fabian Fröhlich; gespiegelt von WKG Spiegelwelt
Sie konnte nur vermittels der Regenbogenblumen erreicht und wieder verlassen werden. Entstehung: wurde ausgelöst durch das Zeitparadoxon der 659-661-Trilogie. Dadurch wurde die Spiegelwelt von unserer abgespalten, ähnlich wie vor 65 Millionen Jahren durch ein Experiment der DYNASTIE DER EWIGEN die inzwischen zerstörte »Echsenwelt« entstand, auf der nicht die Säuger, sondern die Reptile zur dominierenden Spezies wurden und in Form der heute auf den Silbermond evakuierten Sauroiden Intelligenz entwickelten. Aber: damals fingen beide Welten mit der jeweiligen Existenzwahrscheinlichkeit 50 % an, wobei sich die Wahrscheinlichkeit der Erde gegen 100 % entwickelte und die der Echsenwelt gegen 0 % ging, was zur Zerstörung führte. Im Fall der Spiegelwelt hatten beide Welten eine Wahrscheinlichkeit von 100 %, blieben also auf jeden Fall erhalten und gleichwertig!
     Damit hatte die Spiegelwelt auch eine Vergangenheit, die ebenso weit zurückreichte wie die der Erde (z.B. hat es auch eine Spiegel-Echsenwelt gegeben die Spiegelung wirkte sich praktisch auf das gesamte Multiversum und durch Raum und Zeit aus! Bei Zeitreisen in der Spiegelwelt hätten unsere Helden dabei auf einen Kaiser Nero treffen können, der überzeugter Christ wurde, oder es könnte einen Adolf Hitler niemals gegeben haben
     Allerdings war nicht alles in der Spiegelwelt hundertprozentig spiegel-identisch mit unserer Welt; es gab kleine Unterschiede (z.B. keinen Julian Peters, oder einen noch lebenden Lucifuge Rofocale).
     Weitere Unterschiede: Fooly, als Drache ja eigentlich magisch neutral, war eine bösartige, mörderische Bestie. Der Saris-Clan existierte nicht mehr: die geschwängerte Lady Patricia starb seinerzeit bei einem Unfall, die Erbfolge wurde unterbrochen, ergo war auch Butler William nicht im Château Montagne. Taran und Shirona, die beiden Amulett-Wesen, waren ein einziges gemeinsames Geschöpf, das beide Erscheinungsformen annehmen konnte und sich Tarona nannte.
     Der Zamorra der Spiegelwelt hatte den Ehrgeiz, Fürst der Finsternis zu werden, benutzte Schwarze Magie und war Raucher. Er fuhr einen Lamborghini Diablo. Und wurde von seiner Spiegelwelt-Gefährtin Nicole erschossen. Die war eine intrigante Sadistin, die lieber mit dem Vampir Tan Morano schlief als mit Zamorra. Sie fuhr einen getunten schwarzen Golf GTI. Die Fahrzeuge der beiden waren bei einem Regenbogenblumen-Transport von einem Château Montagne zum anderen praktisch die einzige Möglichkeit, die beiden Welten voneinander zu unterscheiden.
     Später stellte sich heraus,daß es mehrere Spiegelwelten gab.
     Sie alle wurden dann beim Siegelbuch-Inferno restlos und unwiderbringlich zerstört.

Straße der Götter
Einst hatte der ehemalige ERHABENE der DYNASTIE DER EWIGEN, Zeus, seinen Stützpunkt auf der Erde aufgeschlagen, wo er und seine Gefolgsleute im griechischen Raum als Götter verehrt wurden. Als Zeus aber sein Amt als ERHABENER niederlegte und untertauchen mußte, schuf er sich in der SdG ein neues Reich, in dem die Ewigen als Götter im OLYMPOS lebten und von den Bewohnern des Landes Rhonacon verehrt wurden.

Der OLYMPOS, der Sitz der Götter, befand sich im Land Rhonacon und hatte das Aussehen eines riesigen Kristallpalastes wohl als Erinnerung an die alte Heimat der EWIGEN, den Kristallplaneten. Tief in seinem Inneren lag ein Weltentor, welches zur Erde führte, aber während der Invasion der Meeghs im Jahre 1982 unserer Zeitrechnung, versiegelt wurde, als die Meeghs den OLYMPOS angriffen und zerstörten. Nachdem die Invasion erfolgreich abgewendet werden konnte, wurde der OLYMPOS mit vereinten Kräften aller Götter/Ewigen größer und schöner wieder aufgebaut. Bis zur Zerstörung der Straße der Götter durch die Dynastie der Ewigen war er dann wieder die Heimat der Götter.
Die großen Widersacher der Götter vom Olymp waren die Dämonen des im Lande Grex gelegenen ORTHOS, dessen Herrscher und Volk den ORTHOS-Dämonen hörig waren. Einige der dort ansässigen Dämonen waren Pendler zwischen den Welten, die sowohl in der SdG als auch in der Hölle der Menschen wichtige Ämter bekleideten, wie zum Beispiel der legendäre Pluton. Als Puffer zwischen diesen beiden Machtblöcken lag das Land Khysal, dessen Reichtum durch seine Händler begründet wurde.
Der ORTHOS war bis zur Zerstörung der Straße der Götter der Hort der Dämonen und lag im Lande Grex tief unter der Erde. Er wurde durch starke magische Kräfte geschützt, und tief in seinem Inneren befand sich ein Weltentor, welches in die Gefilde »unserer« Hölle führte. Herrscher über die Dämonen des ORTHOS war Abbadon, der auf seine Weise sein Amt ausübte, wie Asmodis seinerzeit über die Schwarze Familie herrschte.
     Während der Invasion der Meeghs im Jahre 1982 unserer Zeitrechnung wurde der ORTHOS zerstört, aber später genauso wie sein Pedant der OLYMPOS wieder aufgebaut.
Es gab in der SdG fünf Himmelsrichtungen anstatt der uns bekannten vier. Die Zivilisationsstufe der Bevölkerung war vorwiegend antik oder mittelalterlich, aber auch der Einsatz von Dhyarra-Kristallen, fliegenden Teppichen, Schwebegleitern, Laserkanonen und noch vieler andere Anachronismen war an der Tagesordnung.
     Im Jahre 1982 unserer Zeitrechnung (in der SdG lief die Zeit nach einer anderen Ordnung ab als bei uns ...) kam es zu einer Invasion der Meeghs, dem Sklavenvolk der MÄCHTIGEN, die nur durch die vereinten Kräfte der Zamorra-Crew und der Goldenen Ansu Tanaar gestoppt werden konnte. Dabei wurden aber sowohl der OLYMPOS als auch sein Gegenstück, der ORTHOS, vernichtet, aber später wieder neu aufgebaut.
     Zwei der wichtigsten Figuren in der SdG waren die beiden Sagengestalten Damon & Byanca der eine ein Halbdämon, die andere eine Halbgöttin, die einst stellvertretend für die beiden verfeindeten Parteien gegeneinander kämpfen sollten, sich aber ineinander verliebten und deshalb von allen gejagt wurden. Asyl fanden sie lange Zeit bei Merlin, ehe sie in die SdG zurückkehrten.
     Ihr trauriges Ende fand die Straße der Götter bei der Großoffensive der DYNASTIE DER EWIGEN unter dem ERHABENEN Yared Salem, der vom Bewußtsein des Magnus Friedensreich Eysenbeiß besessen und unterdrückt eine Invasion der Erde startete und sozusagen im Vorbeiflug die Heimat des ehemaligen ERHABENEN Zeus zerstörte. Zeus war der Dynastie schon lange ein Dorn im Auge, weil es keine ehemalige ERHABENEN geben darf nur tote! Die Zerstörung der SdG überlebten nur wenige der Bewohner, wobei sich einige mit Hilfe der Zamorra-Crew zur Erde absetzen konnten und dort von Mitarbeitern der Tendyke Industries ans Leben auf der Erde gewöhnt und eingegliedert werden.
(Text: Andy Huber)
     Eine Landkarte der Straße der Götter gibt's hier:





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